Mehr Freudenglanz im Familienalltag (Teil 3)
Freundliche Worte verändern ein Zuhause
„Freundliche Worte sind Honigseim, süß für die Seele und Heilung für das Gebein.“
Sprüche 16,24 LUT -2017
Es gibt Sätze, die vergisst man nie.
Manche tragen wir seit unserer Kindheit im Herzen. Sie haben uns Mut gemacht, uns aufgerichtet oder uns gezeigt: „Ich bin geliebt.“
Leider gilt auch das Gegenteil. Ein einziges hartes Wort kann tiefe Spuren hinterlassen.
Gerade Mütter kennen das nur zu gut. Nach einer kurzen Nacht, einem anstrengenden Vormittag und unzähligen kleinen Unterbrechungen reicht manchmal ein weiterer Streit unter den Kindern – und schon verlassen Worte unseren Mund, die wir eigentlich gar nicht sagen wollten.
Kaum sind sie ausgesprochen, wünschen wir uns sie hätten niemals unseren Mund verlassen.
Kennst du auch dieses Gefühl?
Dann möchte ich dir heute Mut machen.
Worte zeigen, von was unser Herz voll ist.
Jeschua sagt:
„Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“
(Matthäus 12,34) LUT -2017
Das bedeutet nicht, dass wir schlechte Menschen sind, wenn uns einmal ein ungeduldiges Wort herausrutscht. Worte sind ein Anzeiger. Genau wie Gefühle uns etwas zeigen. Wenn wir nicht auf das Warnsignal unserer Gefühle hören, merken wir es spätestens an unseren Worten.
Worte sind wie ein Spiegel. Sie zeigen uns, wie es in unserem Herzen gerade aussieht.
Ist unser Herz erschöpft, kommt Erschöpfung aus uns heraus. Ist unser Herz sorgenvoll, so spiegelt sich auch das in unserem Reden wider.
Wenn Gott unser Herz mit seiner Liebe erfüllt, reden wir zunehmend mehr, wie es Ihm entspricht.

Deshalb lass uns unseren Blick auf das Herz richten, nicht auf den Mund.
Wir dürfen erkennen, was in uns vorgeht, und es formulieren.
Wir dürfen gerade in solchen Momenten ehrlich mit uns und unserem Gegenüber sein. Wir dürfen mit offenen Karten spielen. „Ich habe heute wenig geschlafen, daher bin ich etwas ungeduldiger. Bitte beeile dich.“
Oder:
„Es tut mir leid, ich kann dir gerade nicht richtig zuhören, ich bin sehr gestresst, weil ich das noch fertig bekommen möchte. Kann dein Anliegen noch ein wenig warten?“
Es ist auch ok wenn wir sagen. „Ich bin gerade ziemlich verärgert, ich brauche jetzt mal eine kurze Auszeit!“
Wir wollen freundliche Worte sprechen. Wenn wir benennen, wie es uns geht, ist das gut.
Wir müssen nicht immer gut gelaunt sein. Aber wie können wir unser Herz mit Gutem füllen? Das unsere Grundstimmung doch positiv ist?
Suche dir einen Punkt aus, der bei dir funktioniert, um dich mit Freude und Liebe füllen zu lassen.
- Bibelverse auswendig lernen, im Haus aufhängen und LESEN!
- Nachsinnen über Gottes Wahrheiten,
- eine biblische Meditiation.
- Gott loben oder ihm begegnen in oder durch Musik.
- Beten: beim Wäschezusammenlegen, beim Kochen, vor dem Essen, nach dem Essen, im Konfliktfall, nach einem Gespräch, beim Aufstehen und vor dem Schlafen. Einfach immer …
- Segnungen am Morgen durchführen.
All diese Dinge können dir helfen, dein Herz mit Gottes Liebe zu füllen. Und damit auch eine liebevolle Sprache zu nutzen.
Ein Zuhause wird durch Worte gebaut

Wir denken oft, ein schönes Zuhause entstehe durch Ordnung, gutes Essen oder liebevoll eingerichtete Räume. All das hat auch seine Berechtigung und eine gute Grundstruktur hilft uns ungemein.
Doch die Bibel zeigt etwas anderes.
Ein Zuhause wird vor allem durch die Worte geprägt, die darin gesprochen werden.
Sind sie hart, entsteht Unsicherheit. Sind sie freundlich, wächst Vertrauen.
Kinder erinnern sich später oft weniger daran, wie ordentlich das Haus war. Aber sie erinnern sich daran, wie ihre Eltern mit ihnen gesprochen haben.
Hast du auch schnell einen Kommandoton drauf? Oder siehst du die Bedürfnisse und Gefühlslagen deiner Kinder? Kannst du darauf gut eingehen?
Ähnlich wie oben: Wir dürfen nachsichtig mit uns sein, aber auch empathisch und verstehen, wie es den Kindern geht. Das könnte sich dann so anhören: „Du hast heute sehr wenig geschlafen, und deshalb fühlt sich diese Situation jetzt viel an. Ich verstehe, dass du am liebsten nichts machen möchtest.
Was würde dir denn helfen, deine Aufgabe doch noch zu Ende zu bringen? Soll ich dir ein wenig helfen? Möchtest du dir Musik anmachen?“
Schon allein das Verständnis, kann Berge versetzen.
Gebete bewirken sehr viel.
Wir wünschen uns Frieden und ein liebevolles Miteinander. Deshalb ist es so wichtig, dass wir beten, und unseren allmächtigen Gott darum bitten, dass wir fähig sind, Gutes zu sprechen, die Bedürfnisse unseres Gegenübers zu sehen. Wir sollten beten, dass wir unsere Häuser bauen und aufzurichten. Und noch viel wichtiger: dass er unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Sodass freundliche Unterweisung auf unseren Lippen zu finden ist und wir weise Worte sprechen.
Ein Baum des Lebens
In den Sprüchen lesen wir:
„Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens.“
(Sprüche 15,4) LUT-2017
Was für ein wunderschönes Bild.
Ein Baum spendet Schatten, trägt Früchte und schenkt Leben. Das kann unsere Zunge schaffen.
Vielleicht denkst du jetzt:
„Ich versuche es ja aber es gelingt mir nicht so wie ich es mir wünsche.“
- Dann beginne nicht mit zehn neuen Vorsätzen. Beginne mit einem einzigen Satz. Einem Satz, der Leben schenkt.
- Gehe sinnbildlich einen Schritt weg von dir, und hin zu deinem Gegenüber, unterstelle das Beste. Gehe durch die Szenarien und unterstelle eine gute Absicht.
Wenn du auch dafür keine Kraft hast, konzentriere dich auf Stoßgebete.
„Herr, du gibst mir alles, was ich jetzt brauche. „Danke!“
Entscheide dich, das Meckern zu lassen. Kritisiere auch nicht an dir herum und an dem, was du bisher nicht erreicht hast.
„Danke, Gott, du veränderst mich immer mehr, sodass ich gute Worte finde.“
Worte, die Herzen öffnen

Vielleicht sagst du heute einmal bewusst:
„Ich freue mich, dass du da bist.“
Oder:
„Danke, dass du mir mit XY geholfen hast.“ Sei so konkret wie möglich und erkläre auch, warum du deshalb froh bist.
Diese Sätze kosten nichts.
Und doch nähren sie das Herz eines Kindes oft mehr, als wir ahnen.
Auch zwischen Ehepartnern können wenige Worte den Alltag verändern.
Ein ehrliches:
„Danke.“
„Das bedeutet mir viel, dass du an dieser Stelle eingesprungen bist oder XY gemacht hast“
„Ich weiß, wie viel du heute geleistet hast. Danke für deinen Einsatz.“
Solche Worte sind kleine Samen.
Wenn das alles klappt, kannst du noch eins draufsetzen und deine Worte mit Taten unterstreichen.
- Ein Satz mit Blickkontakt und mit einem Lächeln auf den Lippen.
- Ein zärtliches Streicheln über die Schulter.
- Ein „Ich habe an dich gedacht und habe dir deine Lieblingsfrüchte etc. mitgebracht.“
- Rückfragen stellen, wenn dir jemand etwas erzählt – Interesse zeigen. Blickkontakt herstellen.
- Deine Taten kommentieren: „Oh dir ist XY heruntergefallen, ich helfe dir, dann geht es ganz schnell.“
- All das unterstreicht deine freundlichen Worte und bestätigt ihre Wahrheit.
Wenn du die Samen der freundlichen Worte säst, wirst du Gutes ernten.
Sie wachsen langsam, dennoch tragen sie gute Früchte.
Wenn du einen schlechten Tag hattest …
Vielleicht denkst du gerade an einen Moment zurück, in dem du laut geworden bist.
Dann vergiss nicht:
Auch dafür gibt es Gnade.
Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn eine Mutter zu ihrem Kind sagt:
„Es tut mir leid. Ich war heute müde, da habe ich einen Fehler gemacht. Bitte vergib mir.“
Im Gegenteil.
Eine ältere Dame hatte mich darauf hingewiesen: „Überleg mal, wie es für die Kinder sein muss, wenn ihre Eltern perfekt wären, unter welchem Druck sie stünden … – das wäre doch furchtbar.“
Kinder lernen, wenn du deine Fehler bekennst und um Vergebung bittest. So lernen sie etwas Kostbares.
Nicht, dass Mama perfekt ist, sondern, dass Liebe auch um Vergebung bitten kann.
Und genau das macht ein Zuhause stark. Und eben auch deine Kinder.
Du darfst authentisch freundliche Worte nutzen. Einfühlsam sein, mit dir und deinen Kindern und deinem Partner.
„Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung.“
Sprüche 31,26 -LUT 2017
Ein kleiner Schritt und große Wirkung
Suche dir eine, höchstens zwei dieser Ideen aus.
- Sage heute jedem deiner Kinder einen liebevollen Satz.
Nicht als Lob für Leistung, sondern einfach, weil es dein Kind ist. - Ersetze heute einmal Kritik durch Ermutigung.
Suche bewusst nach etwas Gutem, das du aussprechen kannst.
Hinter jeder Schwäche liegt eine Stärke verborgen. – Wenn ein Kind langsam ist, macht es die Dinge möglicherweise besonders Sorgfältig. - Unterstelle gute Absichten.
- Bitte Gott:
„Herr, lege Worte des Friedens in meinen Mund.“ Ein kurzes Gebet kann dich den ganzen Tag begleiten. - Schreibe deinem Ehepartner oder einer lieben Person eine kleine Nachricht.
- Lass deine Worte gewürzt sein mit aufrichtigen Taten.
- Bitte um Vergebung, wenn dir ein hartes Wort herausgerutscht ist.
Das heilt oft mehr als viele Erklärungen.
Kurz und bündig
Nicht jedes Wort wird perfekt sein. Achte auf dein Herz. Unterstelle die beste Absicht. Sieh dein Gegenüber.
Jedes freundliche Wort ist wie ein kleiner Sonnenstrahl, der Wärme und Gutes in das Leben anderer bringt.
Der Allmächtige möge dich mit Liebe erfüllen und dir freundliche Rede in deinen Mund legen, jeden Tag neu.

einfach gesegnet und reich beschenkt
