Mehr Freudenglanz im Familienalltag (Teil 2)
Im Ersten Teil haben wir uns damit beschäftigt, das es gar nicht so leicht ist zu lächeln, doch auch wenn wir im ersten Moment nicht lächeln können. Bringt uns der Gedanke, dass Gott uns sieht, liebt und alles im Griff hat doch Zuversicht und kann uns einem Lächeln näher bringen. Nun wollen wir sehen wie wir unseren Alltag gestalten können, dass das Lächeln nicht nur beginnt sondern wächst und zunimmt.
Die Freude in kleinen Dingen
„Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen froh sein und uns freuen in ihm!“
Psalm 118,24
Manchmal wünschen wir uns, dass sich endlich etwas ändert
Dass die Kinder durchschlafen, oder dass sich die Großen auch um ihren Kram kümmern.
Dass der Alltag ruhiger wird und weniger zu tun ist und wir endlich mal Zeit für uns haben.
Doch oft hoffen wir und es scheint, als ändere sich gar nichts. „Immer ist irgendetwas, und ehe man sich versieht, ist der Tag wieder vorbei.
Vielleicht kennst du den Gedanken:
„Wenn es mal wieder ruhiger wird, dann kann ich mal wieder genießen und mich auch wieder freuen.“
Doch was wäre, wenn Freude gar nicht auf den perfekten Zeitpunkt wartet?
Gottes Geschenke verstecken sich oft im Alltag
Wir Menschen neigen dazu, das „Große“ zu erwarten.
Einen besonderen Urlaub oder einen freien Nachmittag.
Ein langer Spaziergang, ohne stehen zu bleiben und ohne Genörgel, bei dem ich meinen Gedanken nachhängen kann …
Doch Gott begegnet uns erstaunlich oft in den kleinen Dingen.
Im Kinderlachen, oder wenn der Duft von frischem Brot in die Nase steigt, bei einem Schluck wirklich noch warmem Kaffee, der heute ausnahmsweise nicht kalt geworden ist.
In einem Sonnenstrahl, der durchs Küchenfenster fällt. Im kleinen Händchen, das sich ganz selbstverständlich in deine Hand legt.
Solche Momente sind leicht zu übersehen.
Nicht weil sie selten wären.
Sondern weil unser Blick oft auf das gerichtet ist, was noch erledigt werden muss. Vielleicht magst du dich auch in besonderer Weise auf Schatzsuche begeben und die im Alltag versteckten Geschenke finden.
Der erste Gedanke
Im Mode Ani, (wörtlich: „Ich danke“) geht es darum, Gott gleich am mit dem ersten Gedanken zu ehren. Ihm zu danken, dass er so treu ist und wir wieder aufwachen durften.
Dabei geht es nicht darum, ob es ein guter oder ein herausfordernder Tag wird.
Es ist ein Privileg, dass wir leben dürfen.
Es ist ein Privileg, dass wir wieder aufwachen durften.
Es ist ein Geschenk, für das wir dankbar sein sollten, auch wenn ein absolut anstrengender Tag auf uns wartet oder es uns nicht gut geht. Wir dürfen dankbar sein, weil wir die Chance haben, etwas zu verändern, Gott zu ehren, unsere Berufung auszuführen.
Dankbarkeit verändert unseren Blick
Die Bibel fordert uns immer wieder zum Danken auf.
Nicht, weil Gott unsere Dankbarkeit nötig hätte, sondern weil wir sie brauchen.
Wer dankt, sieht das Gute..
Die Schwierigkeiten verschwinden dadurch nicht, aber sie bekommen Gesellschaft.
Neben dem Stress entdecken wir wieder die kleinen Wunder und die Zeichen von Gottes Güte.
David schreibt:
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“
(Psalm 103,2)
Interessant ist das:
„Vergiss nicht.“
Offensichtlich vergessen wir Menschen das Gute erstaunlich schnell.
Darum erinnert uns die Bibel immer wieder daran.
Ich denke, genau aus diesem Grund ist in der Halacha so viel Regelwerk, nicht um uns zu knechten, sondern um uns an Gottes Nähe, Güte und Allgegenwart zu erinnern. Damit wir ihn bewusst im Alltag erleben.
Dankbarkeit kann man üben
Dankbarkeit ist kein besonderes Talent. Klar, fällt es manchmal schwer, aber in der Regel gibt es immer 2 Seiten einer Medaille. Dankbarkeit ist: die andere Seite der Medaille zu betrachten.
Wenn es z.B. regnet: Heute gibt es Regen und wir können unseren Ausflug nicht machen. Das ist so schade.
ABER auf der anderen Seite, spare ich mir die Zeit fürs Gießen und vielleicht können wir noch etwas viel Besseres dadurch tun.
Es wird schon seinen Grund haben, warum wir das Geplante nicht so durchführen können.
Die Dankbarkeit ist eine Gewohnheitssache.
Je öfter wir Gottes kleine Geschenke bewusst wahrnehmen, desto leichter fallen sie uns auf.
Vielleicht beginnst du heute Abend mit einer ganz einfachen Frage:
„Wofür kann ich Gott heute danken?“
Vielleicht fällt dir zuerst nur eine Sache ein.
Das reicht völlig.
Morgen sind es vielleicht zwei.
Und irgendwann stellst du fest, dass dein Herz aufmerksamer geworden ist.
Nicht für die Probleme, sondern eben auch für Gottes Gegenwart mitten drin. Und vielleicht merkst du auch, dass, wenn es anders als geplant läuft, alles seinen Sinn hat und oft sogar ein besseres Ergebnis dabei heraus kommt.
Kleine Erinnerungen für den Alltag
Manchmal hilft unserem Herzen eine kleine Erinnerung.
Hänge einen Bibelvers an den Kühlschrank.
Lege eine Karte mit einem Psalm neben die Kaffeemaschine.
Schreibe einen ermutigenden Satz auf einen Spiegel.
Immer wenn dein Blick darauf fällt, nutze den Moment, Dankbarkeit zu üben.
Um dich daran zu erinnern:
Gott ist da.
Oder:
Mache dir ein Lobreislied an zu dem du laut mitsingst.
Oder:

Probiere das “WC-Gebet” aus nach dem Toilettengang. Mehr infos von Wikipedia dazu. Wenn das zum täglichen Ablauf gehört so hast du nach jedem WC-gang eine Erinnerung, wie dankbar du sein kannst, dass alles funktioniert. Und dein Lächeln wächst.
Nutze kleine Erinnerungen im Alltag, um Dankbarkeit zu üben, lass dich vom Handy erinnern, wenn das leichter ist deine Aufmerksamkeit zu erlangen, nutze ein schönes Lied dazu. Wenn du an einem Spiegel vorbeigehst, lächle. Denke daran: „Es ist ein Privileg zu leben. Danke, Gott, dass ich hier sein darf.“ All diese Dinge dürfen deinem Herzen ein wenig Licht verschaffen und deine Freude wachsen lassen.

Freude wächst langsam
Wir leben in einer Zeit, in der alles sofort funktionieren soll.
Doch Freude wächst oft wie ein Baum.
Langsam und still. Beinahe unbemerkt.
Durch viele kleine Augenblicke,entsteht Freude, Momente, in denen wir Gottes Güte entdecken.
Die Freude wächst täglich.
Vielleicht wird dein Alltag morgen nicht leichter sein, aber möglicherweise wirst du einen Sonnenstrahl mehr wahrnehmen.
Dankbarkeit bringt Genuss in dein Leben. Dankbarkeit bringt Freude in dein Leben.
Denk daran: Wie fühlst du dich, wenn du ein Kinderlachen bewusst wahrnimmst oder eine Umarmung oder ein abgepflücktes Gänseblümchen – nur für dich!
Manchmal entwickelt sich so Freudenglanz.
Ein kleiner Schritt zu mehr Freudenglanz
Suche dir eine, höchstens zwei dieser Ideen aus und probiere sie in den nächsten Tagen aus.
Führe ein Dankbarkeitstagebuch
Schreibe jeden Abend drei kleine Dinge auf, für die du Gott danken kannst. Schon nach wenigen Wochen wirst du staunen, wie viele Geschenke sich in deinem Alltag verstecken.
Hänge einen Lieblingsvers sichtbar auf
Am Kühlschrank, am Badezimmerspiegel oder neben der Kaffeemaschine. Lass Gottes Wort deinen Blick immer wieder neu ausrichten.
Suche jeden Tag nach einem „Lichtmoment“
Ein Sonnenstrahl, ein Kinderlachen, ein Vogel vor dem Fenster oder der Duft eines frisch gebackenen Kuchens – halte kurz inne und genieße diesen Augenblick bewusst.
Wenn du magst, teile es mit jemandem, deinen Kindern zum Beispiel.
„Schau nur, wie schön die Tautropfen in dem Sonnenlicht glitzern. Ich freue mich, dass Gott so etwas Schönes gemacht hat.“
Frage deine Kinder am Abend:
„Was war heute dein schönster Moment?“
Du wirst überrascht sein, worüber Kinder sich freuen können – und oft lernst du dabei selbst, den Alltag mit neuen Augen zu sehen.
Sprich heute einmal laut „Danke, Herr!“
Nicht nur in deinem Herzen, sondern hörbar. Ein kurzes Dankgebet mitten im Alltag richtet den Blick oft neu auf Gottes Güte.
Unser Fazit:
Freude beginnt selten mit großen Veränderungen. Sie wächst dort, wo ein dankbares Herz, Gottes kleine Geschenke wieder entdeckt.
Vielleicht wartet dein erster Freudenglanz heute nicht in einem perfekten Tag – sondern in einem einzigen kleinen Moment, den Gott liebevoll für dich vorbereitet hat. Ich wünsche dir jeden Tag midestens ein echtes Lächeln!

einfach gesegnet und reich beschenkt
