Wir feiern Tu-Bischwat
Zwar ist es kein Feiertag in dem Sinne, sondern eher einfach ein Stichtag, der angibt, zu welchem Jahr die Früchte des Baumes gerechnet werden, doch wir freuen uns über jede Gelegenheit zu feiern. Also machen wir das Ganze etwas festlicher als einen gewöhnlichen Alltagstag.
Gerade mit Kindern im Haus kann durch ein kleines Fest etwas Größeres transportiert werden.
Und darum geht es uns, Freude an Gottes Geboten und deren Bedeutung den Kindern näherzubringen.
Feiern wir es wie einen Feiertag? Nein, aber wir machen uns etwas mehr Mühe, und stellen ihn unter das Motto „Bäume und deren Frucht „. Und wann feiern wir? An Tu-Bischwat also dem 15. Schwat des jüdischen Kalenders.
Auf welche Bibelstelle wird Tu-Bischwat zurück geführt?
Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, so lasst ihre ersten Früchte stehen, als wären sie unrein wie Unbeschnittene. Drei Jahre lang sollen euch die Früchte wie unbeschnitten gelten; sie dürfen nicht gegessen werden; im vierten Jahr sollen alle ihre Früchte unter Jubel dem HERRN geweiht werden; erst im fünften Jahr sollt ihr ihre Früchte essen, auf dass sie euch weiter ihren Ertrag geben; ich bin der HERR, euer Gott. 3. Mose 19, 23 SLT -2000
Mehr dazu hier: Tu-Bi- Schwat – sind deine Früchte reif?
Wir sind zwar nicht im Land, aber es macht für uns doch Sinn, zu üben und den Tag bewusst wahrzunehmen.
Nun wollen wir uns jedoch mit den praktischen Dingen beschäftigen. Was wir tun. wir also an diesem Tag?
Zunächst werfen wir einen Blick auf die Traditionen in Israel.
Es gibt keine Vorschriften, wie man Tu-Bischwat begehen soll.
Dennoch gibt es diverse Bräuche wie:
- Essen von Früchten, besonders von denen, die mit dem Land Israel verbunden sind
(z. B. Feigen, Datteln, Granatäpfel, Oliven, Trauben) - Bäume pflanzen
- Dankgebete für die Schöpfung und ihre Erhaltung
Wir wollen Folgendes integrieren:
Dekoration:

Als Deko gibt es allerlei Bäume und Früchte. Wir haben einiges gebastelt, was wir aufhängen werden.
Zudem sind sicherlich noch Zweige aus dem Garten da, die als Deko an dem Tag auf unserem Tisch Platz finden.
Ich bin ja ein Fan von Girlanden, weil sie schnell aufgehängt und genauso schnell wieder weggepackt sind und dem Raum im Handumdrehen einen thematischen Wechsel geben können. Also gibt es bei uns auch eine Girlande.
Auch schnell umgesetzt ist eine Tischdecke mit passendem Motiv.
Essen:
Bei uns ist Brot geplant. Ein Baumbrot, dazu nehmen wir Brot oder Pizzateig und legen ihn in Form eines Baumes auf ein Blech, Oliven in Ringe geschnitten können, als „Frucht am Baum“ für das gewisse Etwas sorgen. Mit etwas Aufstrich schmeckt das wunderbar.
Unterschiedliche Früchte zu essen ist die Tradition, daher werden wir, ein kleines Buffet mit den unterschiedlichsten Früchten kreieren.
Ein schneller passender Snack, kann aus Chrissini/Salzstangen, Snackbrezeln, etwas weißer Schokolade und Lebensmittelfarbe gemacht werden.
Dafür wird die weiße Schokolade geschmolzen und grün gefärbt.
Die Brezelchen werden in diese Schokolade getaucht. Immer 3 Schokobrezeln werden auf eine Salz- oder Crissini-Stange gelegt und ergeben dann eine Baumform. Die Schokolade erkalten lassen und fertig sind die kleinen Bäumchen.
Eine andere Möglichkeit, all die Früchte des Landes zu servieren, ist in einem Gerstenbrei:
(Hier haben Freunde von uns einfach ein Kasha-Rezept zum 7 Früchte des Landes- Essen abgewandelt.)
7-Früchte des Landes als Dessert Rezept
Zutaten:
- Getreide: Weizen als Korn oder Grieß und Gerste als Korn oder Grieß
- Flüssigkeit zum Kochen: Wasser oder Milch
- Obst:
- Weintrauben
- Feigen (getrocknet oder frisch)
- Granatapfelkerne
- Datteln
- Olivenöl
Zunächst muss das Getreide gekocht werden (wenn du beide Sorten nimmst, schaffst du es, alle Früchte des Landes in dein Rezept zu integrieren, andernfalls reicht auch eine Sorte.)
Koche das Getreide deiner Wahl nach Belieben in Milch, veganer Milch oder Wasser.
Füge anschließend das Obst und einen EL Ölivenöl hinzu und fertig ist dein 7 Früchte- des Landes essen.
Natürlich kannst du zusätzlich noch verfeinern, bspw. mit Zimt oder Kardamom.
Programm
Neben dem Essen werden wir einen kleinen Impuls haben sowie eine/ einige Aktivitäten zum Thema Tu Bischwat mit den Kindern unternehmen.
Aktivitäten mit den Kindern:
- Es könnte für diesen Tag auch eine Tischdecke (mit den Kindern) bemalt oder bestempelt werden
- eine Girlande basteln
- Früchte des Landes ausmalen
- Früchte des Geistes besprechen
- gemeinsam Baumbrot backen/Essen zubereiten
- Bäume basteln aus Tonkarton oder anderem Material
- Bilderbücher zu Bäumen ansehen und darüber ins Gespräch kommen
- Mit offenen Augen durch den Wald laufen
- Ein Naturspiel zum Thema Bäume oder Früchte spielen
- Ein Rätsel: Welche Rinde gehört zu welchem Baum?
- Welcher Baumstamm, Frucht, Baumkrone, und Blätter gehören zusammen?
- Samen mit den Kindern pflanzen, einen Baum pflanzen
- Kinder versuchen, einen Baum wegzuschieben – weshalb geht es nicht? Vielleicht zusammen?
- Obstsalat schneiden
- Psalm 1 lernen/singen/malen
Wir werden spontan entscheiden, was wir machen.
Bei all diesen Aktivitäten kann man über geistliche und physische Prinzipien ins Gespräch kommen oder eine Überleitung zum Tu Bischwat -Impuls herstellen.
Zum Beispiel:
Wir haben Bäume aus Tonkarton gebastelt. Dabei sind große, kleine, dicke und bunte Bäume entstanden. Die Lehre daraus: Jeder ist anders geschaffen und jeder ist gut so Gott hat sich bei jedem Mühe gegeben. Jeder bringt die Frucht nach seiner Art.
Was brauchen Bäume zum wachsen?
Wir schauen uns Bücher an über Bäume und lernen über sie, was sie zum Wachsen brauchen. Wir sehen es gibt unterschiedliche Bäume an unterschiedlichen Orten in Wäldern und auf Obstwiesen, Nussbäume usw. Zu jedem Baum gehört seine Frucht, die für einen bestimmten Zweck geschaffen ist.
Tu-Bischwat Impuls:
Zu jedem Fest gehört auch ein Impuls, etwas zum geistlichen Wachsen. Tu Bischwat ist eine wunderbare Gelegenheit, mit Kindern über Geduld und Vertrauen zu sprechen:
- Nicht alles, was wichtig ist, ist sofort sichtbar.
- Wachstum braucht Zeit.
- Gute Früchte entstehen aus gesunden Wurzeln.
- Der Psalmist vergleicht den Menschen mit einem Baum (Ps.1)
- „So wie ein Baum Wasser und Erde braucht, brauchen wir Liebe, Zeit, Gottes Wort und gute Vorbilder.“
- Wer sind unsere Vorbilder?
- Wodurch fühlen wir uns Gott näher?
Ein passendes Lied: Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen
- Wozu haben wir Wurzeln?
- Mit tiefen Wurzeln können wir Stürme überstehen.
- In der Familie wollen wir uns Haltgeben. In Gott wollen wir verwurzelt sein.
- Jedes Familienmitglied darf sagen: „Was möchte ich dieses Jahr wachsen lassen?“
- (Geduld, Vertrauen, Mut, Liebe …)
So oder so ähnlich wollen wir den Tag Tu Bischwat gestalten. Was ist mit euch? Feiert ihr ein bisschen? Was sind eure Familientraditionen? Was möchtet ihr dieses Jahr wachsen lassen?

einfach gesegnet und reich beschenkt
