Esther als Bild auf Jeschua?
Jeder von uns hat einen Auftrag hier in der Welt. Manche sind Pioniere, manche Hirten, manche Retter. Jeder hat seine individuelle Berufung. Jeder spielt eine Rolle in Gottes Plan. Auch in der Bibel finden wir Menschen mit den unterschiedlichsten Aufträgen, von denen wir lernen können. Manchmal ähneln sich Aufträge, das anzusehen finde ich spannend. Hier wollen wir uns die Ähnlichkeiten zwischen Esther und Jeschua ansehen.
Magst du mich auf eine spannende Entdeckungsreise begleiten?
Die Zeit und ihr Auftrag:
| Esther | Jeschua |
| lebt im Persischen Reich, das Volk der Juden befindet sich noch teilweise im Exil, sie hätten nach Israel zurückkehren können, doch scheinen sie Gott eher den Rücken gekehrt zu haben und es sich im Exil gemütlich eingerichtet zu haben. Esther kommt in das Haus des Königs Ahasveros. Sie weiß noch nicht, wozu Gott sie einsetzen wird. Im Königshof muss sie ihre Identität verschleiern. Sie ändert ihren Namen in Esther. Der Herrscher Ahasveros, der Esther als Königin erwählt, scheint ein lenkbarer Mensch zu sein. Er steht unter dem Einfluss seines ersten Ministers Haman, der voller Hass gegen die Juden ist. In diesem Haus ist Esther. Sie bewegt sich unter dem Radar, bis zu diesem Moment, als sie ihre Tarnung, um ihren Auftrag zu erfüllen, hinter sich lassen muss. Esther aber gab ihr Volk und ihre Herkunft nicht an; denn Mordechai hatte ihr geboten, es nicht zu sagen. (Esther 2,10) Hier gibt sie ihre Identität preis: Esther 8,6 Denn wie könnte ich dem Unglück zusehen, das mein Volk [die Juden] treffen würde? Und wie könnte ich zusehen, wie mein Geschlecht umkommt? | wird in Israel geboren. Er kommt in eine religiöse Welt, die jedoch korrupt ist und in der Gott nicht mehr in der idealen Weise geehrt wird. Nach außen erscheinen die Führer fromm, doch im Inneren scheint es, als hätten sie Gott den Rücken gekehrt … Jeschua, beginnt seinen Dienst und wirkt. Doch auch er hängt seine Berufung nicht an die große Glocke. Er bittet Menschen darum, seine Taten nicht weiterzutragen. Er möchte ein Stück weit antonym bleiben, bis seine Zeit gekommen ist. Und er [Jeschua] sprach zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! Und er gebot ihnen ernstlich, dass sie niemand von ihm sagen sollten. (Markus 8,29+30 ) Letztendlich gibt er seine Identität bekannt. Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte, fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich aussagen? Er aber schwieg und antwortete nichts. Wieder fragte ihn der Hohepriester und sagte zu ihm: Bist du der Christus[2], der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin’s. Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels! (Markus14, 60-62) |
Die Rolle des Retters
Esther setzt ihr Leben aufs Spiel, um ihr Volk zu retten:
und dann will ich zum König hineingehen, obgleich es nicht nach dem Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um! Esther 4,16 – SLT 2000
Genauso Jeschua:
Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wiederzunehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen. Johannes 10,17-18 -SLT 2000
„Königlich“ und doch nicht…

| Esther | Jeschua |
| Wird an den Königshof gebracht, sie hat keine königliche Herkunft, sondern wird vom König auserwählt, Königin zu werden. „Und er zog Hadassa auf, das ist Esther … sie hatte weder Vater noch Mutter.“ (Esther 2,7) Sie war eine jüdische Waise – keine Prinzessin. „Da wurde Esther auch in das Haus des Königs geholt …“ (Esther 2,8) Wird zur Königin erwählt: „Und der König gewann Esther lieber als alle Frauen … und setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin.“ (Esther 2,17) | Kommt als Mensch, um zu retten, er wird zur Rechten Gottes sitzen, um zu regieren. Er ist König, zeigt sich bei seinem ersten Kommen aber noch nicht als solcher. „Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an …“(Philipper 2,7–9) „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ (Mattäus 10,45) „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8)„… Christus ist es, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt.“ (Römer 8,34) |
3 Tage und 3 Nächte:
| Esther | Jeschua |
| Sie fastet 3 Tage: “So geh hin, versammle alle Juden, die in Susan anwesend sind, und fastet für mich, drei Tage lang bei Tag und Nacht, esst und trinkt nicht. Auch ich will mit meinen Mägden so fasten, …” (Esther 4,16) | Er ist 3 Tage und 3 Nächte im Grab: Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein. (Matthäus 12,40) |
Das Gebet in schwerer Stunde:
Im Buch Esther lesen wir nichts von ihrem Gebet, jedoch findet sich in der griechischen Fassung des Buches Esther (der sogenannten Erweiterung in der Septuaginta) ein ausführliches Gebet Esthers.
Ebenso in der jüdischen Überlieferung, im Jalkut Shimoni. Es wird dort berichtet, dass Esther am ersten Tag des Fastens betete: “Mein Gott”. Am zweiten Fastentag: “Mein Gott”, und als sie dann am dritten Tag im Vorhof des Königs ist, sagt sie: Mein Gott, Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und weiter spricht sie: “meine Seele dürstet nach Gott….”
Ihr Gebet geht noch weiter, doch kommt uns das nicht bekannt vor? Eine weitere Parallele. Wir wenden uns wieder Jeschua zu. Was sagt er am Kreuz vor seiner schwersten Aufgabe? Er hängt am Kreuz, und spricht:
Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Matthäus 27,46 – SLT 2000
Diesen bekannten Ausspruch finden wir zum Beispiel auch am Anfang des Psalm 22, welcher wieder zuversichtlich endet. Vielleicht beteten beide in ihrer Angst diesen Psalm, um am Ende ihr volles Vertrauen auf Gott zu richten.
Dem Vorsänger. Nach [der Melodie] »Hindin der Morgenröte«. Ein Psalm Davids. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bleibst du fern von meiner Rettung, von den Worten meiner Klage? Psalm 22,1+2 – SLT 2000
Beide stehen vor „dem König“:
Es wird gesagt, dass Esther vor dem König Ahasveros erscheint, aber tief in ihrem Innern, im Unsichtbaren, bittet sie Gott um seine Gnade. Er lenkt letzten Endes das Herz des Königs Ahasveros und benutzt ihn, um Esther und auch das jüdische Volk im gesamten Perserreich zu retten.
Jeschua „steht“ vor Gott und bringt seinen Leib, Er stirbt für uns, damit wir Vergebung erfahren können.
Er bringt das Opfer, das gebracht werden muss, damit wir wieder mit Gott versöhnt sind und vor sein Angesicht kommen können.
Das Böse ist bezwungen.

| Esther | Jeschua |
| Durch Esthers Mut wird Haman überwunden und gehängt. Esther riskiert ihr Leben: „Komme ich um, so komme ich um!“ (Esther 4,16) Haman wird entlarvt „Der Widersacher und Feind ist dieser böse Haman!“ (Esther 7,6) Haman wird gehängt: So hängte man Haman an den Galgen, den er für Mordechai bereitet hatte.“ (Esther 7,10) Die Juden erhalten Rettung: „Den Juden aber war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteilgeworden.“ (Esther 8,16) | Durch Jeschua ist der Satan bezwungen. „Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ 1. Johannes 3,8 Die geistlichen Mächte sind entmachtet. „Als er so die Gewalten und Mächte entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben.“ |
Fazit:
Ich finde es spannend, diese Dinge zu sehen. Wie geht es dir?
Was ist eigentlich dein Auftrag? Findest du Charaktere in der Bibel, die dir und deiner Geschichte ähneln?
Siehst du in deinem Leben deinen Auftrag? Manchmal ist er verborgen und wir sehen erst im Nachhinein, warum Gott uns an den Ort gestellt hat, an dem wir sind.
Genau wie Esther zur Königin erwählt wurde, aber ihre große Stunde kam, als sie ihr Leben für ihr Volk einsetzte und so ihr Leben ein neues Kapitel schreiben durfte. Sie bekam ihr Leben wieder neu geschenkt.
Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. Lukas 9,24
Wenn du mehr über Esthers Fest erfahren willst, schau dir unseren Purimartikel an.

einfach gesegnet und reich beschenkt
