Morgenroutine mit kleinen Kindern:
Ist eine Morgenroutine mit kleinen Kindern möglich?
Wenn kleine Kinder da sind, die immer dann wach werden, wenn man sich gerade aufs WC geschlichen hat und man dann weder entspannt in den Tag starten kann noch sonst einen klaren Gedanken fassen, geschweige denn beten kann,
dann kann das Vorhaben Morgenroutine ziemlich frustrierend werden.
Für all diejenigen, die denken, das ändert sich nie…
DOCH!
Es wird sich ändern und eines Tages bestimmst du wieder vorwiegend deine Morgenroutine. Vielleicht hast du zurzeit keinen ruhigen Morgen, möglicherweise kannst du dir dennoch den Morgen schön gestalten und strukturieren.
Mein Tipp:
Nimm jeden Tag so, wie er kommt. Auch wenn es manchmal ein schlechter Start ist, ist der Tag noch nicht verloren. Suche die kleinen Wunder, halte Ausschau nach den kostbaren Kleinigkeiten, die das Leben so viel reicher machen.
Auch für dich, die den Tag weniger planen kann als andere, sind ganz viele Geschenke und Wunder versteckt, vielleicht sogar mehr als bei denen, die ihren Tag präzise planen können. Du bist in einer ganz besonderen Lebensphase. Und mit einer entsprechend lockeren Einstellung kannst du diese auch zunehmend genießen.
Wenn du mutlos geworden bist, weil jedes Mal ein Kind aufwacht und du nie Zeit alleine hast, vielleicht klappt das Folgende auch für dich:
Wir haben für uns eine Zeit lang „Ausschlaftage“ eingeführt. Mal ist Marco mit den Kindern aufgestanden und mal ich. Das war eine sehr schöne Zeit. (und nein, es war nicht immer so, wie wir ausgemacht haben ;), es kam auch mal etwas dazwischen…)
Jedenfalls konnte ich mir so z.B. einen Morgen in der Woche so strukturieren, wie ich es mir gewünscht habe. Ich sage dir, das kann wie Balsam für die Seele wirken.
Morgenroutine mit ganz kleinen Kindern:
- Augen öffnen und DANKEN (auch wenn es schwer ist)
- Das Kind auftanken, herzen, füttern, wickeln
- ins Bad gehen,
- Anziehen!
Es macht einen soooo großen Unterschied, ob du dich schön machst, deine Haare kämmst und einen Duft nutzt oder in deinem Schlafanzug bleibst. Versuche, auch wenn du nicht aus dem Haus musst, dich zu pflegen.
Du bist Mama, und du bist DU! (Wer bist du eigentlich -finde es heraus!) - Ein Heißgetränk genießen,
- frühstücken und den Kindern das 2 Frühstück anbieten
- Eine gemeinsame Andacht machen (ein Buch vorlesen etc.)
Eine Kinderandacht beim Frühstück oder allgemein beim Essen oder bzw. nach dem Essen einen Impuls zu einem Bibelwort geben. Manchmal ist es leichter, während des Essens einen kurzen Impuls zu haben, denn die Kinder sind beschäftigt und laufen nicht gleich wieder weg. Sie hören aber dennoch zu.
Es kommt natürlich wie immer auf die Gesamtkonstellation an. Für Inspiration zur Andacht mit Kindern schau dir gerne den Artikel zur Familienandacht oder dem Bibelverse lernen an.
Danach bereite ich in der Regel das Mittagessen vor und plane alles andere.
Vielleicht hast du es schon mitbekommen, ich bin ein Fan meinen Tag in Blöcken zu strukturieren. Und so ist ein Block nach dem anderen dran, mal lasse ich einen aus, wenn wir zu spät dran sind. Doch so komme ich einigermaßen mit meinem Management hin.
Also strukturiere ich die verbleibenden Punkte nach meiner “Morgenroutine” Inhalten sind z.B.
- Zeit für mich
- Bibelvers lesen oder abschreiben
- Duschen
- Gebetszeit
- Hobbys
- Nachrichten beantworten
- Raus gehen
- Hausarbeit: Wäsche, Badezimmer, Kochen
- usw.
Hier noch ein paar Gedanken zum “Rest des Tages” mit deinen kleinen Kindern, außerhalb der Morgenroutine.
Das Essen
Bei uns gibt es als 1. Frühstück, aufgeschnittenes Obst und dann gehe ich ins Bad und ziehe mich an. Nachdem die größeren Kinder das Obst gegessen haben spielen sie oft zufrieden miteinander, sodass ich ein Zeitfenster für mich habe. Später frühstücke ich dann mit den Kindern zusammen (also ihr 2. Frühstück).
Mittag- oder Abendessen (ich bin ein großer Fan des vorbereiteten Seins) häufig bereite ich das Mittagessen (manchmal auch Teile fürs Abendessens) schon während ich das Frühstück mache vor. Dann kann ich, sobald die kleinen mittags wieder Hunger haben, etwas auf den Tisch stellen und muss nicht mehr lange etwas zubereiten. Dadurch bleiben wir besser im “Zeitplan”.
Pläne
Ein Plan ist nicht immer einzuhalten, aber er hilft für die allgemeine Struktur.
Je kleiner die Kinder, umso mehr denke ich in Zeitfenstern statt in Minuten.
Dennoch versuche ich, die Essenszeiten und Schlafenszeiten nur in seltenen Fällen zu verschieben.
Wenn du den Tag bereits am Abend beginnst, ist mehr Zeit für deine Morgenroutine, weil du dich am Morgen nicht komplett sammeln musst, überlegen musst: Was koche ich, was ist heute eigentlich zu tun, was möchte ich lesen? Was bringe ich heute den Kindern bei? Muss ich heute vielleicht einkaufen? Hier habe ich mir eine Planungsvorlage für den Abend zusammengestellt.
Flexibilität
Ich liebe Pläne und empfinde sie als sehr sinnvoll. Mit kleinen Kindern kommt, so scheint es mir, aber öfter etwas dazwischen und es gibt viele Dinge, die ungeplant Platz im Tag finden müssen oder sofort erledigt werden sollten. Das ist so. Und das ist in Ordnung. Es ist OK, wenn unser Plan eine Richtlinie ist und uns Struktur gibt, aber wir müssen nicht alles schaffen. Wir sind flexibel und dürfen unsere Pläne ändern.
Auszeiten – jede Minute zählt
Nutze die Mittagsruhe (wenn ihr eine habt) fürs Hinlegen und Ausruhen, aber auch für eine kurze Zeit mit Gott und tue dir etwas Gutes. Vielleicht ein Lobpreislied oder eine Meditation anhören. Eine spontane Pause ist auch immer gut. Nutze die kleinen Momente. Vielleicht möchtest du dir auch einen Handywecker stellen und zu bestimmten Zeiten deine Augen schließen, kurz durchatmen und Gott danken, dass du heute diesen Tag erleben darfst.
Ich wünsche dir viel Freude, deine Tage zu durchleben, mit einer flexibel strukturierten Morgenroutine mit deinen kleinen Kindern ;).

einfach gesegnet und reich beschenkt
