Segnungen am Morgen – als Statement – in ein Bild gekleidet
Es ist ein Segen, wenn man in seine Morgenroutine eine Gebetszeit integriert. Setzt du am Morgen auch ein Statement durch deine Gebete?
Ich möchte mit dir etwas aus meinem persönlichen Gebetsleben teilen.
Die Morgensegnungen aus dem Sidur (jüdisches Gebetsbuch) und ihre Bedeutung(en) für mich.
Diese „Segnungen am Morgen“ sind neben dem freien Gebet, ein Teil meiner persönlichen Zeit mit Gott am Morgen.
Ich spreche sie nicht jeden Morgen, doch wenn ich diese Segnungen integriere, erlebe ich, dass sie wie ein Statement für mich sind. So bin ich ausgerichtet und auf das Wesentliche fokussiert, ich erlebe sie wie ein Fundament meiner Wahrheit.
Welchen Inhalt diese Sätze, die für den einen oder anderen auf den ersten Blick seltsam erscheinen, für mich haben, möchte ich dir nun zeigen.
Die Welt erschaffen durch Sprache und Bild
Im Folgenden findest du die Sätze aus dem Sidur und meine Gedanken dazu.
Wenn wir sprechen, so entstehen Welten, die wir mit unseren Gedanken füllen und ausschmücken.
Ähnlich einem Hörspiel: Wenn wir eine Geschichte hören, so entwickeln wir Bilder dazu und kreieren so eine eigene Welt. Genauso ist es auch bei allem anderen, was wir sprechen oder hören. Es kommt in Existenz.
Schau dir die „Bilder“ bzw. das Gebet zu den Segnungen, die aus einem Satz entstehen können, an:
Gelobt seist du, Herr unser Gott, König der Welt, der Blinde sehend macht.
Danke, Herr, dass du mich dich sehen lässt, dass ich deine Wahrheit sehen darf. Du schenkst mir das Sehen und lässt mich meinen Fokus auf die richtigen Dinge lenken. Du lässt mich die wichtigen Dinge sehen. Durch deine Gnade kann ich im Sichtbaren und im Unsichtbaren sehen. Du machst das, wofür ich blind war, sichtbar für mich. Du hast die Kraft, jeden Blinden wiedersehen zu lassen. Du erweckst mich aus dem Schlaf, sodass ich die physische Welt wiedersehen kann. Ich lobe dich dafür.
Gelobt seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der Nackte bekleidet.
Du Herr, gibst mir Würde. Du bekleidest mich, dass ich mich nicht zu schämen brauche. Du gibst mir ein reines Gewand, gibst mir ein Kleid, in dem ich dich widerspiegeln kann und in dem ich für meine Aufträge gerüstet bin.
Du hast mir physische Kleidung gegeben und ich danke dir, dass ich dadurch geschützt bin vor Sonne, Kälte, Blöße, und anmutig und schön sein darf. Danke, dass ich mich durch die Kleidung ausdrücken kann. Danke, für die sichtbare und unsichtbare Kleidung, die du mir gibst.
Gelobt seist du, Herr unser Gott, König der Welt, der Gefesselte befreit.
Du, Herr, lässt mich nicht gefesselt sein. Als deine Tochter darf ich handeln. Ich bin keine Gefangene meiner Umstände, denn du hast mich befreit, Jeschua, hat mich errettet und handlungsfähig gemacht. Ich bin kein Sklave der Sünde, weil du mich befreit hast.
Ich bin handlungsfähig und nicht gebunden im geistlichen wie auch im physischen Raum, nicht wie im Schlaf, dass ich nichts tun kann, sondern ich bin frei, mich für deinen Weg zu entscheiden und zu handeln. Das tue ich, danke, dass du mich befreit hast.
Gelobt seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der die Gebeugten aufrichtet.
Du möchtest nicht, dass ich unter einer schweren Last zusammenbreche, du richtest mich auf, du hast mir Würde gegeben. Ich kann aufrecht gehen. Du bist so gut, Herr. Ich muss nicht im Staub kriechen, sondern du richtest mich auf. Ich bin handlungsfähig, deine Last ist leicht. Zu dir darf ich mich wenden und meinen Blick kann ich aufrichten. Ich darf aufrichtig sein, muss mich nicht verstellen. Danke!
Gelobt seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der Erde über den Wassern ausbreitet.
Egal was heute oder in Zukunft kommen mag. Bei dir bin ich sicher. Du lässt die Wellen mich nicht ersäufen. Du gibst Erde, Land einen Raum für mich, so, dass ich sicher stehe. Egal welche Probleme kommen (könnten), du gibst immer eine Lösung, immer einen Weg. Du stellst mich auf weiten Raum. Du bist mächtig, dem Wasser eine Grenze zu setzen. Du bist Herr über alles!
Danke!
Gelobt seist du, Herr, unser Gott, König der Welt, der mir alles geschaffen hat, was ich brauche.
Danke, Herr, ich darf getrost sein, ich bin vollkommen versorgt. Ich bin so glücklich und dankbar. Du hast alles für mich vorbereitet, alles was ich brauche, ist da, und ich nehme es dankbar an.
Ich habe Gaben und Fähigkeiten bekommen, ich habe Nahrung, Kleidung und einen Wirkungsbereich. Ich bin versorgt im Physischen und im Unsichtbaren.
Du bist so gut, Herr!
Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der den Mann (Menschen) sicher schreiten lässt.
Herr, ich danke dir für meinen Mann, dass er wieder heil nach Hause kommt. Danke, dass du ihm nahe bist und ihn mit allem ausrüstest, was er braucht, damit er sicher von einem Ort zum anderen kommt, seien es physische oder geistliche Orte. Du wachst über unser Einkommen und über unseren Wandel. Danke! Auch mich führst du auf deinen Wegen. Du hilfst mir, an deinem Ziel anzukommen. Ich danke dir für deine große Güte.
Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Israel mit Kraft umgürtet.
Danke, Herr, dass du uns in dein Volk gestellt hast, du hast uns zu einer Einheit geschaffen. Dein heiliges Volk, alle, die dich lieben und dich ehren, ich darf ein Teil sein. Danke, dass du dein Volk mit allen Zugehörigen zu einer Einheit geschaffen hast. Auch im Unsichtbaren verbindest du uns und machst uns stark. Einheit bringt Stärke. Du gibst uns Kraft auch für den Tag, für die kleinen Probleme und Herausforderungen. Auch in der unsichtbaren Kriegsführung. Du gibst mir auch Kraft für den Tag. Danke!
Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Israel mit Pracht krönt.
Du, oh Herr, hast dein Volk geheiligt, du hast eine Krone auf ihr Haupt gesetzt, und ich danke dir, Teil deines Volkes zu sein, dich als Gott und König zu haben. Du bist ein großer König und du hast deine Braut geschmückt und gekrönt. Du umgibst uns mit deiner Herrlichkeit, sie ist wie eine Krone. Zu dir zu gehören, erhebt uns in einen königlichen Status. Du hilfst mir, diese Krone in Würde zu tragen, meinem Nächsten zu dienen und ein gutes Vorbild zu sein. Dir und deinem Namen will ich Ehre machen.
Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der dem Müden Kraft gibt.
Auch wenn ich all diese wunderbaren Taten vergesse und müde bin, so gibst du doch Kraft, erinnerst mich und schenkst mir wieder Wachheit. Du lässt mich nicht kraftlos sein, sondern erquickst mich, machst mich auch an diesem Tag stark, in dir und durch dich zu leben.
Oh Herr, ich möchte dich loben, denn du bist so wunderbar!
Ich danke dir für diese ganzen Geschenke!!
Zur Anwendung:
In der Regel bete ich die Segnungen, und die hier jetzt aufgeführten Ergänzungen sind der Inhalt, den ich dabei denke. An manchen Tagen bete ich aber auch genau diesen Inhalt.
Ein ähnliches Prinzip kann man übrigens auch beim Vaterunser anwenden. Sich von dem Vorformulierten, Stück für Stück durchs Gebet leiten lassen. Gerade, wenn nicht viel Zeit ist und das Herz noch ein wenig abgelenkt, so können wir durch die Vorformulierung wieder einen Fokus finden, trotz wenig Zeit und trubeligem (Kinder-)Alltag.
Mir helfen diese Segnungen am Morgen, Gottes Größe und Liebe zu gedenken. Ihn zu ehren und zu lieben.
Vielleicht kleidest du diese Sätze der Gottes-Segnungen in ein anderes Bild. Wie wirken sie auf dich?
Welche dieser Segnungen am Morgen sprechen dich am meisten an?
Eine wunderbare Gebetszeit wünsche ich dir!

einfach gesegnet und reich beschenkt
