Jonathans Geschichte – Teil 8
Die erstaunliche wahre Geschichte der Makkabäer
Von Heidi Cooper übersetzt von Sonja (Torah-in-Family.de)
TEIL 8 von 8 Teilen
Als wir uns Jerusalem näherten, wurde mir wieder übel, genauso wie das letzte Mal als wir vor so vielen Monden als wir mit unserem Vater hinauf gezogen waren.
Jerusalem war immer noch völlig entweiht. Auf den Straßen spielten keine Kinder. Die Sträucher wucherten wie im Dschungel, und die Tore waren niedergerissen.
Wir weinten und zerrissen unsere Kleider. Es gab viel zu tun.
Judas sandte Männer aus, um die verbliebenen griechischen Soldaten zu entfernen, und machte sich direkt auf den Weg zum Tempel. Unsere Familie stammte aus dem Priestergeschlecht, und so fanden wir viele gläubige Priester, die mit uns anpacken konnten.
Unsere erste Aufgabe war es, den ekelhaften, entweihten Altar zu entfernen. Es gab keine Möglichkeit, ihn in irgendeiner Form zu gebrauchen.
Er musste von Grund auf neu aufgebaut werden, mit unbehauenen Natursteinen.
Bei vielen Arbeiten waren wir uns nicht ganz sicher, wie wir sie Gott wohlgefällig verrichten konnten. Also mussten wir unsere Arbeit unterbrechen, um Propheten zu befragen.
Es waren viele Aufgaben, und die Arbeit war sehr anstrengend. Wir mussten schwere Steine bewegen und Mauern neu errichten. Viele Reparaturen waren zu tätigen, und alles musste gründlich gereinigt werden. Sogar die Sträucher draußen mussten instand gesetzt und gepflegt werden.
Schließlich hatte das Volk Gottes Jerusalem wieder eingenommen!
Und das blieb nicht unbemerkt! Die Gläubigen, die aus der Stadt geflohen waren, kehrten nun zurück. Sie halfen, die Tore wieder an ihren Platz zu setzen. Kunsthandwerker begannen, die Gegenstände im Tempel wiederherzustellen. Die Kinder lugten um die Ecken, um zu sehen, was wir taten, und rannten dann kichernd davon. Was für ein glücklicher Tag, als wir den neuen Leuchter in den Tempel brachten, ihn mit Öl füllten und sein Licht wieder das Heiligtum erfüllte. Wir legten die Schaubrote auf den Tisch und hängten die Vorhänge auf. Der herrliche Duft des heiligen Räucherwerks stieg mir wieder in die Nase. Die duftenden Gewürze waren ein solcher Gegensatz zu dem ekelhaften Gestank des Räucheropfers, welches hier zuvor gebrannt hatte. Davon war mir nur schlecht geworden.
Am fünfundzwanzigsten Tag des neunten Monats, genau an dem Tag, an dem Antiochus Epiphanes ein Schwein auf dem Altar geopfert hatte, brachten wir dem HERRN ein richtiges Opfer dar, und er nahm unsere Opfergabe an. Acht Tage lang haben wir den Tempel geweiht und uns vor dem HERRN gefreut! Harfen, Zimbeln und Gesang waren in der ganzen Stadt zu hören. Wir hängten sogar Schmuck aus Gold auf, um die Einweihung des Tempels zu feiern.
Schnell wurde beschlossen, dass wir jedes Jahr ab diesem Tag ein achttägiges Fest feiern, welches an diesen Sieg erinnern würde. Wir würden uns daran erinnern, wie der HERR uns den Sieg geschenkt hat und uns befähigt hatte, seinen Tempel wieder einzuweihen und ihn, den lebendigen Gott, wieder in der richtigen Weise zu verehren.
ENDE
Epilog
Jonathans Wunsch erfüllte sich und er wurde später zum Hohepriester ernannt, um in dem Tempel zu dienen, den er so sehr liebte.
Aufgaben:
Schmeißt an diesem letzten Tag von Chanukka eine Party! Reinigt euer Haus vorher gründlich und dekoriere es so, wie Jonathan und seine Leute es zur Einweihung machten. Erzählt euren Gästen von der Treue Gottes zu den Makkabäern. Genießt die Gemeinschaft, Musik und Tanz, so wie es damals während des 8-tägigen Festes gewesen sein könnte. Vielleicht gibt es ja auch etwas Frittiertes zu essen.
Wir wünschen euch ein wundervolles Chanukka-Fest, bei dem ihr euch an einige unserer großen Glaubenshelden erinnert.
©2010 by Heidi Cooper www.torahfamilyliving.com

einfach gesegnet und reich beschenkt
