Der Weg durchs Leid: Von Herzenswünschen, Enttäuschung und dem Willen Gottes
Gottes Wege und seinen Willen zu erkennen, kann manchmal richtig schwierig sein. Noch schwieriger zu verstehen, WARUM etwas passiert. Bist auch du auf der Suche nach Frieden?
Fragst du dich, warum etwas geschieht, warum es überhaupt Leid gibt, und wie deine Herzenswünsche war, werden können? Lass uns gemeinsam auf die Suche nach Lösungen gehen, komme mit auf den Weg, von der Enttäuschung bis zur Heilung.
Herzensanliegen und Enttäuschung
Ich bin jemand, der sich schwertut, mit Enttäuschungen umzugehen.
Das Wort Ent-täuschung setzt sich zusammen aus Ende und Täuschung.
So kann man sagen, eine Enttäuschung ist also das Ende der Täuschung.
Die Erkenntnis dessen, erschwert mir den Umgang mit der jeweiligen Situation, oft noch mehr. Denn dann kommt die Frage dazu; „weshalb bin ich dieser Täuschung auf den Leim gegangen?“, und Selbstvorwürfe machen sich dann oft breit.
Ich habe mir meine Wünsche und Erwartungen zurechtgelegt; viele sind tief liegende Herzensanliegen. Wenn nun etwas Unvorhergesehenes passiert, eine Enttäuschung eintritt, etwas nicht wie erwartet gelingt oder ein Weg, den ich mir vorgenommen habe, nicht gangbar ist, stelle ich mir folgend Frage:
Warum sind diese Dinge in meinem Herzen, wenn es nicht so sein soll? Zu Beginn meines Aufarbeitungsprozesses klingt das auch ziemlich trotzig.
Ich bin bemüht, für alles eine Lösung zu finden, aber wenn der vermeintlich perfekte Weg doch nicht DER Weg ist, schmettert mich das erst ein mal zu Boden.
Später merke ich, dass ich mir die Wege selbst erdacht habe. Und dass Gottes Plan wohl ein anderer ist. Ich kann das oft überhaupt nicht verstehen, alles in mir versucht noch das Ruder herumzureißen und es doch noch „hinzukriegen“. Was ich mir wünsche, ist doch nicht gegen Gott.
Ich möchte mich nicht kampflos ergeben.
Aber, wenn ich kämpfe – wo ist dann Gott?
Kämpft er denn mit mir oder kämpfe ich gar gegen ihn?
Das ist absolut NICHT das, was ich möchte.
Ich möchte Ihn ehren. Ich möchte, dass er mein Leben regiert. Er weiß, was am besten ist. Er hat einen viel größeren Überblick, als ich oder irgendein Anderer.
Das große ABER warum?
Es gibt so viele Beispiele in der Bibel. Die ich nicht verstehe, die Gott aber aus einem Grund zugelassen hat. Beispielsweise:
Warum musste Joseph im Gefängnis sein und warum ohne seine Mutter aufwachsen? Ja, er konnte so lernen, wachsen und zum Regenten Ägyptens werden. Und ja, sie hat gesündigt und sich einen Fluch eingefangen. Aber musste das alles so sein? Joseph hat sich das sicher anders vorgestellt.
Oder: Warum hat Satan Hiob testen dürfen? Warum musste Jakob nach der Begegnung mit dem Engel Gottes, mit einer Behinderung leben?
Weshalb hatten David, Jakob und Isaak solche Schwierigkeiten in der Familie? Warum geschehen solche Dinge? Das ist sicherlich nicht das Leben nach ihrem Plan gewesen.
Meine Großmutter hat so viele schwierige Situationen erlebt, und wenn ich mir so die Leben älterer Menschen ansehe, merke ich es ist bei jedem so.
Dann frage ich mich, warum gibt es so viele Herausforderungen und Schwierigkeiten und Leid? Warum läuft nicht alles immer super?
Ich bewundere Menschen, die mit ihrem Leben in Frieden sind, die sich nicht Be-schweren, sondern den Frieden und das Gute im Leben suchen.
Vielleicht ist gerade das unsere Aufgabe: an den Schwierigkeiten zu wachsen, auch wenn sie wirklich schwierig sind und wir sie überhaupt nicht verstehen.
„Das Leben schreibt immer die besten Geschichten“, heißt es.
Ja, Jeschua (Jesus) ist das Leben (vgl. Joh. 14,6)
Aber muss es denn so kompliziert sein? Ich weiß nicht, warum Gott die Dinge in meinem oder in deinem Leben so lenkt, wie er sie lenkt, aber Er weiß es. Und das sollte uns genügen, auch wenn es schwer ist, das zu akzeptieren.
Unser Leben ist von dem Schöpfer aller Dinge erschaffen, er hat einen Plan und einen Auftrag für uns. Wir treffen unsere Entscheidungen, dadurch beeinflussen wir, ob wir im Segen oder im Fluch leben.
Gott spricht:
Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same (5. Mo. 30,19 SLT)
Soweit so gut.
Alles anders und jetzt?
Doch dann passieren Dinge. Dinge, die wir nicht verstehen. Wir bemühen uns, wollen im Segen leben und dann ist plötzlich alles unvorhergesehen anders.
Manches können wir nicht verändern.
Das Einzige, wofür wir uns dann entscheiden können, ist: wie gehen wir damit um? Aus welcher Perspektive sehen wir die Dinge? Sehen wir uns als Opfer oder immer noch als Gotteskinder, die entscheiden und die im Segen leben? Wollen wir Gott preisen, auch wenn wir den Sinn hinter dem Geschehen nicht erfassen können? Wollen wir wachsen? Vertrauen wir, dass der allmächtige Schöpfer weiß, was er tut und alles zum Guten verändern wird? Ist sein Wille gut? Will er Gutes für mich?
„Er will Gutes für die, die Ihm angehören“, sagen die folgenden Bibelstellen:
Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen [und] wert geachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. (Jes. 43,4 SLT)
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben. 11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. (Joh.10, 10-11 SLT)
Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn [er ihn] um einen Fisch [bittet], gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? 12 Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel [den] Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! (Luk.11, 11-13 SLT)
Die Bibelstellen sagen, er will Gutes für mich, denn ich bin ja sein Kind. Dann….
Ist das, was passiert, vermutlich gut für mich, auch wenn ich es nicht verstehen kann!
Gott ist in Kontrolle, auch wenn dein Leben überhaupt nicht so verläuft, wie du es dir vorgestellt hast oder es dir vorstellst.
Glaubst du das? Vertraust du ihm?
Heilung erleben
Am Ende sagen doch viele, die Schwierigkeiten und das Leid waren wirklich hart, aber es hat mich zu dem gemacht, der ich jetzt bin. Ich möchte die Zeit nicht missen, denn es hat mich näher zu Gott gebracht.
Wenn dein Herz zerbrochen ist oder dein emotionaler Schmerz, körperlich zu spüren ist.
So schenke Gott dir Heilung!
Nichts ist so kaputt, dass er es nicht wieder heilen kann:
Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind. (Ps. 34,19 SLT)
Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. (Ps. 147,3 SLT)
Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen (Jes. 61,1 SLT)
Siehe, ich verschaffe ihr Linderung und Heilung, und ich will sie heilen und ihnen eine Fülle von Frieden und Treue offenbaren. (Jer. 33,6 SLT)
Gott sieht dich und deine Wünsche, vertraust du?
Hast du Vertrauen, dass er es doch gut macht? Stehen deine Herzenswünsche im Vordergrund? Oder bist du voller Vertrauen, dass er dich und dein Herz mit deinen Wünschen sieht und zur rechten Zeit alles zu einem guten Ergebnis bringt? Vertraust du, dass sein Wille das Beste ist?
Ich bete, dass du Frieden bekommst. Der Herr möge dich mit seiner Liebe umhüllen und dein Schmerz nach und nach weniger werden. Mögen deine verweinten und trüben Augen wieder einen klaren Blick bekommen und dein Herz gestärkt aus dieser Situation gehen.
Vielleicht hilft es dir, dich mit guten Bibelworten zu beschäftigen, dir Gottes Liebe in einer Mediation vor Augen führen zu lassen.
Ich wünsche dir von Herzen Freude und Perspektive. Dass du Mut hast, weiterzugehen.
Mögest du dann sagen; nicht mein Wille, sondern Sein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

einfach gesegnet und reich beschenkt
