Grundlagen der biblischen Ernährung: Wie du deine Familie gesund hältst
Die Art unserer Ernährung spielt eine große Rolle für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Da Gott unser Schöpfer ist, weiß er am besten, welche Dinge uns guttun. In der Torah definiert er für uns, was er las Nahrung geschaffen hat und was nicht. Um uns und unseren Familien die bestmögliche Nahrung zu bieten, ist es wichtig, die Grundlagen der biblischen Ernährung zu kennen.
Gott möchte, dass wir unseren Körper nähren und stärken, damit wir seinen Auftrag in dieser Welt erfüllen können. Indem wir uns an diese göttlichen Vorgaben halten, können wir sicherstellen, dass wir so behandeln, wie es unserem Schöpfer gefällt.
Die ursprüngliche Ernährung: Rein pflanzlich
Bei der Erschaffung des Menschen war die Ernährung rein pflanzlich. Adam und Eva waren Veganer, denn in Genesis 1,29 heißt es:
Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen; (1. Mose 1,29; SLT)
Wir können davon ausgehen, dass Gott alle Pflanzen und Früchte mit spezifischen Eigenschaften ausgestattet hat, die für die menschliche Ernährung optimal sind. Wenn wir uns an diesen Eigenschaften orientieren, bewegen wir uns in den Grundlagen der biblischen Ernährung.
Getreide zum Beispiel ist in großen Mengen verfügbar und lange haltbar. Es wird einmal geerntet und kann dann über Jahre gelagert werden. Somit sollte Getreide einen großen Teil unserer täglichen Nahrung ausmachen.
Ferner sind die drei großen Pilgerfeste – Pessach, Schavuot und Sukkot – direkt mit der Getreideernte verbunden. Auch aus dieser Tatsache können wir sehen, wie zentral Getreide in der biblischen Ernährung ist. Allerdings sollten wir nicht nur Getreide essen. Unser Speiseplan sollte mit saisonalem Obst und Gemüse ergänzt werden.
Im Garten Eden gab es eine Fülle von samentragenden Pflanzen und Bäumen, die dem Menschen zur Nahrung dienten, und diese rein pflanzliche Ernährung war ursprünglich die vorgesehene Form der Nahrungsaufnahme.
Fleisch als Nahrung
Erst später, zur Zeit Noahs, durften die Menschen Fleisch essen. In Genesis 9,3 sagt Gott zu Noah:
Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie das grüne Kraut habe ich es euch alles gegeben. (1. Mose 9,3; SLT)
Dennoch glaube ich, dass hier nicht jede Art von Fleisch erlaubt war. Noah konnte bereits zwischen reinen und unreinen Tieren unterscheiden (1. Mose 7,2). Mit der Gabe der Torah am Sinai wurde klar definiert, welche Tiere gegessen werden durften und welche nicht.
Die Prinzipien sind einfach:
- Landtiere müssen gespaltene Hufen haben und Wiederkäuer sein.
- Wassertiere sollen Flossen und Schuppen haben.
- Vögel werden einzeln aufgezählt.
- Insekten sind grundsätzlich verboten, mit Ausnahme weniger Heuschrecken.
Bei den Einschränkungen beim Fleischkonsum können wir erneut davon ausgehen, dass Gott sehr genau weiß, welches Tier er zu welchem Zweck geschaffen hat. Schweine, Strauße oder Krokodile sind und waren nie zum Essen gedacht, sondern für andere Aufgaben in der Schöpfung vorgesehen.
Grundlage der biblischen Ernährung: Das richtige Maß finden
Gott hat die Gewächse und Tiere so geschaffen, dass wir nur die Mengen essen können, die auch nachwachsen. Ein Tier aufzuziehen und zu schlachten war viel aufwendiger, als Getreide zu säen und zu ernten. Daher sollten wir mehr Getreide als Fleisch essen. Nüsse sind ein weiteres Beispiel: Sie sind gesund, aber schwer zu knacken, was den Verzehr natürlicherweise einschränkt.
Ein weiteres Beispiel ist Honig. Die Gewinnung von Honig ist mühsam und zeitaufwendig, was bedeutet, dass Honig eine seltene Delikatesse bleiben und nicht in großen Maßen konsumiert werden sollte.
Eine der Grundlagen der biblischen Ernährung besteht darin, dass wir unsere Ernährungsgewohnheiten an den Maßen, die Gott durch das natürliche Wachstum vorgibt, orientieren. Das bedeutet auch, dass wir uns bei der Zubereitung und der Art unserer Ernährung eine gewisse Grundstruktur erarbeiten sollten.
Zusammenfassung
Die Grundlagen der biblischen Ernährung basieren auf göttlichen Anweisungen, die unsere Gesundheit fördern. Das Fundament unseres Speiseplans sollte sich aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammensetzen. Viele Getreide, Obst und Gemüse sind Pflicht für eine gesunde Lebensweise. Fleisch und andere tierische Produkte wie Eier, Käse oder Milch sind ebenfalls erlaubt, allerdings sollten wir hier maßvoll sein und uns an biblisch reine Tiere halten.
In 5. Mose 8,8 wird das Land, das Gott den Israeliten gibt, als ein Land beschrieben, „in dem Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel, ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig“ wächst. Gott möchte nur das Beste für sein Volk und liebt die Vielfalt. Und so sollten wir es auch mit der Ernährung in unserer Familie halten.
Als glücklicher Ehemann und Familienvater widmet sich Marco seit 2011 den hebräischen Wurzeln des biblischen Glaubens. Mit seiner Arbeit möchte er Familien einen Mehrwert bieten und sie auf ihrem Weg des Glaubens ermutigen. Mit seinen Texten und Inhalten möchte er dich anregen, die tiefgreifende Verbindung zwischen christlichen und jüdischen Traditionen zu entdecken und den Glauben auf einer neuen Ebene zu erleben.
