Gottes Wort im Herzen meines Kindes.
Gottes Liebe und sein Wort sollen im Herzen meines Kindes blühen und starke Wurzeln schlagen. Was kann ich dazu beitragen? Finde hier Anregungen und Tipps, die sich leicht in deinen Alltag integrieren lassen.
10 Methoden, wie du Gottes Liebe deinem Kind nahebringst und sein Herz mit seinem Gottes Wort füllst
Wir wollen unseren Kindern das Allerbeste geben. Wir wünschen uns, dass sie zu Männern und Frauen nach dem Herzen Gottes werden.
Doch wie können wir unsere Kinder auf Gottes Wahrheit, seine Gegenwart und sein Wort aufmerksam machen? Wann können wir beginnen, unsere Kinder zu lehren? Und was genau kann ich tun, um ihr Interesse für Ihn zu wecken?
Im Folgenden findest du 10 Methoden, die dich unterstützen und inspirieren sollen, wie du Gottes Liebe deinem Kind nahebringst.
1. DU bist das Vorbild, du spiegelst Gott wider
Oft sind es die ganz einfachen Dinge, die du schon lange tust.
Du fütterst, du liebst, du tröstest, so wie dein Kind dich erlebt – so prägst du das Gottesbild deines Kindes.

Bildquelle: Pixabay
2. Bibel (vor-) lesen und erleben lassen:
Eines der wichtigsten Dinge, wie ich finde, ist das gemeinsame Lesen.
Den ganz Kleinen vorzulesen, ist schwierig. Sie wollen erleben. Daher sehen wir uns die Bibel an und zeigen auf einen Menschen, ein Tier oder einen Baum und benennen diese ganz einfach. Je älter die Kinder werden, umso mehr Sätze füge ich hinzu. Wie: „Sieh nur, da baut, Noah die Arche -hier hämmert er, siehst du, bumm bumm.“
Auf die Tiere in der Bibel wurden unsere Kinder zuerst aufmerksam.
Das haben wir uns zunutze gemacht, um Interesse für die Bibel zu wecken.
Ich erzähle den ganz Kleinen nicht die ganze Geschichte, sondern meist eine Begebenheit.
Das läuft in etwa so: Schau, das ist „Abraham, er hat Baby Isaak auf dem Arm. Und da sind seine Ziegen und Schafe, sie machen määhh. Määh, määh“
Oder: Das Schiff, auf dem sich Jona verstecken wollte, wurde vom Sturm hin und her geschleudert. Das Kind auf meinem Schoß wird auch hin und her bewegt.
Wir versuchen, die biblischen Geschichten immer so erlebbar wie möglich zu machen.
Gemeinsam die Bibel anschauen und die Geschichten nacherzählen ist der nächste Schritt bei uns. Manchmal erzählen die Kinder, was sie schon wissen. Dabei ist das Fragenstellen eine gute Unterstützung. Dann erst kommt bei uns das Vorlesen.
Nach dem Vorlesen vertiefen wir die Geschichte, bei Lust und Laune, dadurch, dass wir sie aufmalen. Bei den Kleinen schreibe ich dann oft dazu, was sie gemalt haben. Wir heften es ab und sehen es uns immer wieder an, so machen die Kinder ihre eigene kleine Kinderbibel, anhand der sie erzählen können.

Bildquelle
3. In der Natur und die Sinnesarbeit:
Wie zuvor erwähnt, möchten die Kinder erleben. Also nutzen wir die ganze Palette unserer Sinne, um ihnen Gott nahezubringen. Das kann jede Alltagssituation sein.
Beim Spazieren z.B. „Riech’ nur diese duftende Luft, und die Blume … Gott hat das wunderbar gemacht. Er hat uns so lieb, dass er uns das alles schenkt.“
Oder: „Oh lieber Abba im Himmel, danke für das Vogelgezwitscher“ (z. B. am Morgen beim Fensteröffnen).
Oder: „Danke, unser guter Gott, ich freue mich so über diese leckeren, süßen Erdbeeren.“
4. Lieder
Paulus schreibt in Kolosser
… lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen.
Kolosser 3,16 – SLT
Das ist sicherlich für uns Erwachsene gedacht, genauso aber auch für unsere Kinder und Babys. Denn sie nehmen so viel auf, auch wenn sie den Sinn der Worte nicht erfassen und sich später auch nicht daran erinnern, so fällt Gottes Wahrheit doch tief in ihr Herz.
Wenn wir Musik hören, sind geistliche Lieder und Psalmen ein großer Schatz, aber auch Kinderlieder mit biblischen Inhalten sind wertvoll. Durch Lieder lernen wir Bibelverse schnell und durch die Emotionen, die von den Melodien entstehen, sinken sie tief in unsere Herzen.
Auch wenn wir nicht gut singen, erbaut es uns, wenn wir Gott loben. Singen hat eine positive Wirkung auf unseren ganzen Körper, da wir ganz anders atmen.
Es erleichtert uns, unsere Gefühle auszudrücken. Gerade durch Lieder gelingt das in einer guten Art und Weise.
Kurz zusammengefasst: Paulus hat rtecht. Es ist sehr sinnvoll, es sich zur Gewohnheit zu machen, Lobpreislieder zu singen oder zu hören. Ob beim Kochen, unter der Dusche oder beim Wäsche falten. Die guten Auswirkungen sind zudem: Wir fühlen uns weniger gestresst, fröhlicher und zufriedener. Unser Geist sowie der Geist unserer Kinder wird gestärkt und ermutigt.
Gottes Schöpfung macht es uns vor. Sie singt beständig. Einfach nur draußen zu sein und uns in seiner Schöpfung aufzuhalten, erdet, heilt und reinigt uns.
Das Aufhalten in der Natur bringt unsere Kinder mit dem Schöpfer in Verbindung.
Tipp -Musik online:
Sehr zu empfehlen sind die CDs von: Danny Plett und Hanjo Gäbler
„Bibelverse singend lernen“, „noch mehr Bibelverse singend lernen“, „starke Bibelverse singend lernen“ usw.
Es sind absolute Ohrwürmer, die das Bibelverslernen super leicht machen.
Hier findet man sie auf Youtube: Wenn ihr mich von ganzem Herzen – Starke Bibelverse singend lernen
5. Regeln
Gott hat uns Regeln und Rechtsbestimmungen gegeben. Wenn wir unseren Kindern und sogar unseren Babys bestimmte Regeln lehren und konsequent sind, lernen sie dadurch eine Facette Gottes kennen.
Es ist Liebe, Ordnungen, Strukturen und Regeln zu lehren. Unsere Kinder finden sich besser in Strukturen zurecht. Wir alle brauchen sie. Regeln geben Sicherheit. Babys können sich auch an Regeln halten. Je älter und aktiver sie werden, umso mehr Regeln können sie begreifen und umso mehr dürfen wir auch einfordern.
Z.B. beim Stillen und den ersten Zähnen (unser Großer hatte mit 3 Monaten bereits den ersten Zahn). Er bekommt keine Milch, wenn er mich beißt, das ist eine einfache Regel, die er schnell verstanden hat.
Oder der 14 Monate alte Entdecker, er darf nichts in die Toilette schmeißen, weder Spielzeug noch Stifte noch sonst irgendetwas.
Dir fallen sicherlich noch viele weitere Regeln ein. Behalte im Hinterkopf; Gott gibt uns seine Regeln aus Liebe und als Schutzraum für unsere gesunde Entwicklung. – so versuchen wir das auch.
6. Rituale und Routinen
Zu den Regeln gehören auch Routinen, um die Ordnung und Struktur in einem Haus bzw. einer Familie aufzubauen. Gerade die wiederkehrenden Abläufe geben unseren Kindern Sicherheit. (Falls du da Orientierung suchst, schau dir gerne unseren Beitrag an: Wie erarbeite ich mir eine funktionierende Grundstruktur?)
Gott hat auch seine sich immer wiederholenden Abläufe geschenkt, Tag und Nacht, die Jahreszeiten, die Monate usw.
Wir können uns darauf verlassen, dass sie immer wieder kommen.
Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!
1. Mose 8,22 -SLT
Diese Gewissheit gibt uns Sicherheit.
Genauso ist es für unsere Kinder, so können wir mit Ritualen ihnen Sicherheit vermitteln.
Ein Baby kommt besser zur Ruhe, wenn es z.B. immer auf dieselbe Art und Weise schlafen gelegt wird.
Wenn die Kinder schon von klein auf mit dem Schabbat aufwachsen und wir diesen zu einem besonderen Freudentag machen, so werden sie ihn sicherlich genauso lieben wie wir.
Unser Nutzen von Ritualen ist, -unsere Kinder wissen schon, was kommt und können sich auf etwas einstellen. Aber auch wir sind vorbereitet und müssen nicht das Rad noch mal von Neuem erfinden. Unsere Abläufe klappen besser – eben routinierter.
Wenn wir Gottes Prinzipien in unserem Leben einsetzen, bekommen wir so viel Gutes daraus.
7. Bilder und Dekoration
Warum gibt es in den meisten Wohnungen Bilder oder Dekoration?
Als Erinnerungen oder um das Wohlbefinden zu steigern.
Gott dekoriert auch. Die wunderschönen Blumen können uns zum Beispiel daran erinnern, dass er da ist, dass er wachsen lässt, aber auch, dass das Leben vergänglich ist und wir abhängig sind von ihm.
Wir können die Dekoration nutzen, um unsere Kinder auf Gott hinzuweisen. Bilder, die uns an seine Wunder erinnern, eine Mesusa z.B., die auf seine Regeln in unserem Haus hinweist, Bibelverse, die uns ermutigen. Hier sind keine Grenzen gesetzt, alles Mögliche kann uns auf seine Liebe und Größe hinweisen.
Unsere Kinder fragen häufig, warum dies da sei oder warum wir jenen Vers aufgehängt haben, woher das Bild stammt oder, weshalb Pflanzen unsere Fensterbänke schmücken.
Doch selbst wenn sie nicht fragen, soll die Atmosphäre in unserer Wohnung ihr Wohlbefinden steigern und ihren Geist auf Gott ausrichten.
Erinnerst du dich noch an dein Zuhause als Kind?
Ich weiß noch von vielen Bildern, die bei uns Zuhause hingen. Manche Bilder haben sich ganz tief eingebrannt. Solch eine Wirkung können Dekorationen haben.
Lasst es uns zum Guten nutzen und Dekoration gezielt einsetzen, um unsere Kinder auf Gott hinzuweisen.
8. Feste
Feste sind etwas Großartiges. Alles Mögliche kann gefeiert werden. Vielleicht bekommen unsere Babys noch nicht so viel davon mit, doch je älter unsere Kinder werden, umso mehr wachsen sie hinein und freuen sich daran. Unsere Kinder lieben Feste. Auch das Vorbereiten ist irgendwie schön, wenn es nicht in Stress ausartet.
Welche Feste feiert ihr? Habt ihr bestimmte Traditionen?
Gott feiert auch gerne. Er hat Feste ausgewählt, in erster Linie um mit uns Gemeinschaft zu haben und uns an die Dinge, die Ihm wichtig sind, zu erinnern. Was beinhalten Feste für dich?
Mehr zum Thema Feste feiern, findest du hier.
9. Gebet und Lob
Was gibt es Wertvolleres als unsere Babys und Kinder dem Allerhöchsten Schöpfer anzubefehlen?
Wenn wir für unsere Kinder beten, passiert etwas. Durch unsere Worte bringen wir Dinge in Existenz. Genauso wie Gott es bei der Schöpfung tat. Wenn wir Gutes über ihnen aussprechen, so werden sie im Guten leben. Wenn sie hören, wie wir sie loben und für sie beten, hat das Einfluss auf ihr Leben.
Auch bei geringen Dingen können wir das anwenden. Ob beim zu Bett bringen oder nach einem Sturz.
Wenn sie sich weh getan haben, z.B. „Gott heile dich wieder. Er hat dich richtig gut gemacht, so, dass deine Haut ganz schnell wieder heilt!“
10. Spiel- und Sprache
Wie können wir das Spiel oder unsere Worte beim Spiel gezielt einsetzen, um auf Gott aufmerksam zu machen? Hier ein paar Beispiele:
Beim gemeinsamen Versteckspielen: „Weißt du, mein Schatz, vor Gott können wir uns nicht verstecken, er sieht alles.“ Anschließend kann man z.B. die Geschichte von Jona erzählen. Der konnte sich auch in einem Boot, das weit wegfuhr, nicht vor Gott verstecken.
Oder
Beim Spiel mit Schleichtieren oder Kuscheltieren „Siehst du, das ist ein Elefant. Er ist groß. Das ist der Rüssel. Lustig, oder? Gott hat die Tiere gemacht, die echten, riesigen Elefanten! Schau, den Hund hat er ganz anders gemacht. Er hat ihnen auch unterschiedliche Sprachen gegeben. – Der Hund macht: „Wau“ und der Elefant: „Tööörööö““.
-Biblische Geschichten umsetzten oder nachspielen:
Die Kleinen sind nicht so aufnahmefähig, wenn wir nur unsere Sprache nutzen. Anders hingegen ist es, wenn sie etwas erleben. Wenn wir also eine biblische Geschichte mit Duplo oder Playmobilmännchen nachspielen, wird viel mehr aufgenommen, im Gegensatz zum (unbebilderten) Vorlesen.
Auch bei den „Großen“ können wir die Aufnahmekapazität steigern, indem wir sie etwas erleben lassen, z.B. mit kleinen „Theaterstücken“, Spielen oder Bildern. Egal, ob sie die erzählte Geschichte nochmals vorspielen oder sich das nur anschauen, was wir demonstrieren, praktische Elemente machen die Geschichte einfach spannender.
Fazit: Gottes Wort und seine Liebe im Herzen deines Kindes
Du hast, wie du siehst, ganz viele Möglichkeiten, die sich auch sicherlich schnell und einfach in deinen Alltag integrieren lassen. Mit etwas Kreativität kannst du gezielt deine Kinder auf Gottes Liebe und seinen Charakter aufmerksam machen. Vieles setzt du sicherlich schon um, vielleicht ohne es zu merken. Wir freuen uns, wenn du uns von deinen Erfahrungen in den Kommentaren berichtest.
Gott bahne sich durch dein Herz einen Weg zum Herzen deines Kindes.

einfach gesegnet und reich beschenkt
