Gottes Erziehung durch Konsequenz
Wenn wir etwas für die Erziehung in Konsequenz lernen wollen, dann gibt es keinen besseren Lehrer als den himmlischen Vater. Er ist in der Lage, eine unzählige Kinderschar den rechten Weg zu weisen. Und so können wir uns von ihm eine ganze Menge abschauen – gerade wenn wir selbst eine kinderreiche Familie haben.
Was mir besonders imponiert, ist die Konsequenz, mit der Gott uns führt. Sein Wort ist Gesetz und ändert sich nicht. Wenn er etwas spricht, dann wird es geschehen.
Biblischer Hintergrund für eine Erziehung mit Konsequenz
Gottes Konsequenz ist mir besonders aufgefallen, als ich in den vergangenen Tagen im Buch Numeri las. Dort erfahren wir von der Sünde Moses und Aarons, welche ihnen den Zugang zum verheißenden Land verwehrte.
Als die Kinder Israels sich im vierzigsten Jahr ihrer Wüstenwanderung in der Wüste Zin versammelten, hatten sie abermals kein Wasser. Gott wie Mose an, wie er dieses Dilemma lösen konnte.
Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen, so wird er sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen verschaffen und der Gemeinde und ihrem Vieh zu trinken geben!
(4. Mose 20,8; SLT)
Doch Mose war offensichtlich so zornig auf das Volk, dass er sich nicht an die Anweisung Gottes hielt und den Stein schlug, statt zu ihm zu sprechen.
Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Felsen zweimal mit seinem Stab. Da floß viel Wasser heraus; und die Gemeinde trank und auch ihr Vieh.
(4. Mose 20,11; SLT)
Nun gab der Felsen Wasser. Dennoch war Mose nicht gehorsam, was eine schmerzliche Konsequenz für ihn hatte.
Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, um mich vor den Kindern Israels zu heiligen, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe!
(4. Mose 20,12; SLT)
Durch seinen kleinen Akt des Ungehorsams verspielte Mose sich die Chance, mit den Kindern Israels ins verheißene Land zu ziehen. Und das, obwohl er das murrende Volk treu über 40 Jahre geführt hatte.
Moses Hadern mit dem Wort Gottes
Dass Mose die Entscheidung Gottes schwerfiel, ist kaum zu übersehen. Immer wieder brachte der das Thema hervor.
In seiner Rede im Land Moab, welche sich über das ganze Buch Deuteronomium erstreckt, erwähnt er es noch zweimal und spart dabei auch den Part nicht aus, an dem er zum Allmächtigen flehte, das Land doch betreten zu dürfen.
Lass mich doch hinüberziehen und das gute Land jenseits des Jordan sehen, dieses gute Bergland und den Libanon!
(5. Mose 3,25; SLT)
Doch Gott blieb hart und ließ sich nicht erweichen. Jede Diskussion, die Mose anfing, war vergebens. Das Wort des Allmächtigen war gefallen und hatte Bestand. Seine Erziehung der Israeliten war stets konsequent.
Ein Vorbild für uns
Aus dieser Geschichte können wir als Eltern eine ganze Menge lernen. Zunächst sollten wir klarmachen, dass auch unsere Worte Bestand haben müssen. Alles, was wir unseren Kindern sagen, sollten verlässliche Aussagen sein.
Jeschua drückte es einmal wie folgt aus:
(Matthäus 5,37; NeÜ)
Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.
Das heißt auch, dass wir unsere Erwartungen, die wir den Kindern gegenüber ausdrücken, nicht zum Gegenstand von Diskussionen machen. Wichtig ist, dass sie gehorchen, denn genau wie unser himmlischer Vater, sehen wir etwas weiter als sie und wollen nur ihr Bestes.
Natürlich wollen wir unsere Kinder nicht zu willenlosen Mitläufern erziehen. Unser Ziel ist es, dass sie gottesfürchtige und mitdenkende Individuen werden, die sich aber auch in Regeln einer Gemeinschaft einfügen können, auch wenn diese ihnen nicht passen sollten.
Andererseits ist unsere konsequente Umsetzung unserer Worte auch eine Orientierung für die Kinder. Sie können sich darauf verlassen, dass die Dinge, die Mama oder Papa sagen, auch passieren. Dies schafft, neben dem Gebet für die Kinder, Sicherheit und Vertrauen. Zudem lehren wir die Kinder damit eine gewisse Verbindlichkeit.
Fazit: Lasst uns auf unsere Worte achten
Lasst uns also mehr auf unsere Worte achten und nur die Dinge aussprechen, die wir auch wirklich umsetzen werden. Unsere Erziehung sollte von Konsequenz geprägt sein. So helfen wir unseren Kindern einerseits, Gehorsam zu lernen und geben ihnen andererseits eine gewisse Sicherheit im Leben.
Als glücklicher Ehemann und Familienvater widmet sich Marco seit 2011 den hebräischen Wurzeln des biblischen Glaubens. Mit seiner Arbeit möchte er Familien einen Mehrwert bieten und sie auf ihrem Weg des Glaubens ermutigen. Mit seinen Texten und Inhalten möchte er dich anregen, die tiefgreifende Verbindung zwischen christlichen und jüdischen Traditionen zu entdecken und den Glauben auf einer neuen Ebene zu erleben.
