Jonathans Geschichte -Teil 5
Die erstaunliche wahre Geschichte der Makkabäer
Von Heidi Cooper übersetzt von Sonja (Torah-in-Family.de)
TEIL 5 von 8 Teilen
Judas wurde unser Hauptmann, so wie Vater es ihm aufgetragen hatte. Wir kämpften viele Schlachten, so mutig und tapfer, dass der Feind uns zu fürchten begann.
Judas spielte seine Rolle gut. Er zog eine Rüstung an und blitzte mit einem riesigen Schwert, sodass er wie ein Riese aussah! Und die Feinde glaubten es. Wir nannten ihn „Der Löwe“.
Vor jeder Schlacht knieten wir nieder und beteten. Und nach der Schlacht kamen wir mit einem Sieges lächeln und voller Jubel zurück. Der HERR war mit uns, und niemand konnte uns aufhalten.
Apollonius, ein mächtiger und böser Anführer, dachte, er könnte uns besiegen. Er stellte uns eine riesige Armee entgegen. Judas leitete uns wie immer im Gebet auf unseren Knien.
„Oh HERR, sieh unser Elend an, nimm dich unseres Kummers an und erlöse uns bald um deines Namens willen mit Liebe. Denn, du bist ein mächtiger Erlöser. Gesegnet seist Du, oh Gott, Erlöser Israels.“
Das Schofar ertönte, und wir rannten, direkt auf die feindliche Armee zu. Es gelang uns, einige von ihnen zu töten, doch die meisten flüchteten vor uns wie Angsthasen.
Wir jagten sie, bis wir keine Lust mehr hatten, dann kehrten wir um. Wir halfen Judas, die vom Feind zurückgelassenen Gegenstände einzusammeln.
„Seht! Das Schwert des Apollonius! Der HERR gibt den Sieg!“ rief Judas und hob das Schwert über seinen Kopf. Er fühlte sich wie David, als Goliath fiel.
Es war ein stattliches Schwert mit schönen Goldverzierungen auf der Scheide, und die blattförmige Klinge war aus sorgfältig geschmiedetem Stahl. Es ist wohl unnötig zu sagen, dass Judas für den Rest seiner Tage mit diesem Schwert kämpfte.
Ich half Simeon gerade, die Rüstung eines gefallenen feindlichen Soldaten einzusammeln, als jemand rief: „Einer der Männer ist verletzt! Können wir hier Hilfe bekommen?“
Einer unserer Männer ist verletzt? Simeon und ich eilten zu Hilfe.
Tatsächlich saß einer unserer Männer gegen einen Felsen gelehnt, und aus seinem Bein floss eine Menge Blut. „Wie ist dein Name, junger Mann?“
„Samuel.“ „Was ist passiert, Samuel?“ „Es ist mir peinlich, wirklich. Ich bin über ein paar Stöcke gestolpert, als wir den Feind verfolgten, und dann habe ich mir mein Bein an einem Ast aufgeschürft.“ Der letzte Teil war kaum mehr als ein Flüstern. Simeon stieß ein langes, herzhaftes Lachen aus, und ich konnte nicht anders, als mich ihm anzuschließen.
Simeon legte seine Hand sanft auf Samuels Bein, schaute zum Himmel auf und begann zu beten. „Heile uns, oh HERR, und wir werden geheilt. Rette uns, und wir werden gerettet werden, denn du bist unser Lob.
Mach Samuels Bein wieder gesund und befreie ihn von seiner Ungeschicklichkeit und den Schmerzen. Gesegnet seist du, Ewiger, der du Israel heilst.“
Ich wies ihn an, es sauber zu halten, und Simeon und ich kicherten wieder, als wir weggingen. Der arme Kerl, der sich vor lauter Aufregung verletzt!
Dann reisten wir in die Nähe von Beth-Horon, wo ein anderer Anführer, Seron, meinte, es sei in seinem besten Interesse, gegen uns zu bekämpfen. Er stellte eine riesige Armee zusammen. Wir wurden ein wenig nervös, denn viele unserer Männer waren zurückgeblieben, um sich mit Vorräten einzudecken und für kurze Zeit auszuruhen.
So hatten wir nur eine winzige, kampfbereite Gruppe. Die Männer gingen , ängstlich und besorgt, zu Judas.
„Wie können wir es mit einer so großen Armee aufnehmen? Wir sind so wenige!“
Judas erhob seine Stimme, sodass alle sie hören konnten.
„Bei Gott spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind. Er gibt uns die Kraft und den Sieg. Der Feind ist stolz, böse und bereit, uns und unsere Familien zu zerstören. Aber wir kämpfen für die Thora! Wir kämpfen für unser Leben! Der HERR wird sie vernichten. Habt keine Angst!“
Plötzlich sprang er auf wie eine Katze, die zum Angriff bereit ist, und rannte auf den Feind zu. Wir alle folgten ihm und in kürzester Zeit war der Sieg unser! Jubelschreie stiegen zum Himmel auf.
Schon bald erreichte uns die Nachricht, dass eine weitere Armee auf den Weg geschickt wurde, sich uns entgegenzustellen. Eine riesige Armee, größer als all die vorherigen. Diesmal schickte Antiochus Epiphanes selbst die Hälfte seines Heeres, mit Pferden und Elefanten und einer riesigen Zahl von Soldaten.
FORTSETZUNG FOLGT… Teil 6 von 8
Aufgaben:
Spielt in der Familie Verstecken oder Fangen. Mama, Papa, auch ihr sollt mitspielen.
Entwerft ein Wappen für eure Familie, das euren Glauben repräsentiert.
Bastelt ein Schild aus Pappe oder einem anderen Material und bringt euer Wappen darauf an.
©2010 von Heidi Cooper www.torahfamilyliving.com

einfach gesegnet und reich beschenkt
