Jonathans Geschichte -Teil 3
Die erstaunliche wahre Geschichte der Makkabäer
Von Heidi Cooper übersetzt von Sonja (Torah-in-Family.de)
TEIL 3 von 8 Teilen
Ich fing wieder an, die Esel zu beladen. So langsam wurde ich darin ein echter Profi. Aber im Gegensatz zu unserer Reise nach Jerusalem, war ich sehr aufgeregt und gespannt, was diese Reise bringen würde.
Wir wollten ins nahe gelegene Gophna. Dort gab es eine kleinere Anzahl von Soldaten. Wir hatten nur ein Ziel. Den Feind zu beseitigen und den Menschen zu helfen, die Thora wieder zu befolgen.
Viele Menschen hatten sich uns angeschlossen. Mein Vater, Matthias, war so glücklich zu sehen, dass es immer noch Menschen gab, aus seinem Volk, die Gott suchten und ihm gefallen wollten.
Ich erinnerte mich an die Zeit, als all dies begann, es war schon ein paar Jahre her. Vater dachte damals, die Boshaftigkeit der Menschen würde uns völlig ruinieren.
Aber NEIN! Wir sind Israel! Und Israel überwindet!
Plötzlich schlich sich Judas an und flüsterte mir ins Ohr:
„Hab keine Angst, kleiner Bruder. Ich werde dich beschützen.“
Ich stieß ihm meinen Ellbogen in den Bauch, und mit einem Schwung meines Fußes landete er auf dem Boden.
„Okay, okay! Ich denke, du kannst dich verteidigen. Vielleicht war ich ein bisschen zu fleißig bei deinem Training.“
Ich grinste, als ich ihm die Hand reichte. Ich hatte keine Angst. Ja, ich konnte mich verteidigen.
Doch Vaters Worte klangen immer wieder in meinem Kopf nach.
Er hatte sie in den letzten Wochen jeden Tag gesagt:
„Wir kämpfen für den HERRN, und der HERR kämpft für uns. Er wird uns verteidigen und Israel wieder zu dem machen, was es einmal war. Wir müssen Ihm treu bleiben.“
Wir begannen, das Lager aufzulösen und machten uns wieder auf den Weg. Ich bot meinen Esel einer älteren Frau an, sodass sie nicht laufen musste. Unser Weg führte in einen geschützten Bereich außerhalb von Gophna. Dort wollen wir die Frauen und Kinder unterbringen, während wir kämpften und die Stadt einnahmen.
Keine Stunde später waren wir in Position.
Mehrere kurze, laute Schofar-Stöße schallten durch die Menge. Dann erklangen unsere Stimmen und die Worte Davids waren meilenweit zu hören: Er sagte sie damals zu Goliath. Sie passten aber auch auf unsere Situation.: „Ihr kommt zu mir mit dem Schwert, mit Sperren und mit dem Wurfspieß. Wir aber kommen zu dir im Namen des lebendigen Gottes, des HERRN, der Heerscharen. Dem Gott der Heere von Israel, den du geschmäht hast.“
Wenige Augenblicke später, war alles vorbei, und die Familien kamen jubelnd aus ihren Häusern!
Johannan und ich rannten in die Mitte der Stadt und stießen mit aller Kraft zu. Der heidnische Altar kippte zu Boden und zerbröckelte in kleine Teile.
Das seltsam riechende Räucherwerk wurde eingesammelt und in ein großes Feuer geworfen, zusammen mit all dem anderen heidnischen Zeug, das wir in die Hände bekamen.
Simeon traf auf der Straße einen jungen Mann, und ich ging hin, um zu sehen, was los war.
„Meine Frau hat vor ein paar Tagen ihr erstes Kind bekommen. Es ist ein kleiner Junge und wir befürchteten das Schlimmste.
Wir wollen ihn beschneiden lassen, aber wir brauchen Hilfe. Können Sie uns helfen?“, fragte der Mann. Simeon gab ihm einige Anweisungen und versprach, am nächsten Tag, dem achten Tag des kleinen Jungen, wiederzukommen.
Am nächsten Tag versammelte sich eine kleine Menschenmenge in ihrem Haus. Die Mutter übergab ihr kleines Baby ihrem Ehemann, und dieser übergab das Baby an Simeon. Er legte das Baby auf ein Kissen.
„Ein bisschen Wein, bitte.“ Simeon nahm ein wenig Wein auf seinen Finger und steckte ihn in den Mund des Babys.
„Okay, uuuuunnnnd. So! Alles erledigt.“ Simeon legte einen losen Verband an und wickelte das Baby in eine Decke. „Bitte sehr, Mami. Stille ihn und kuschle ihn und halte ihn sauber und trocken. Also, lieber Vater, wie heißt der Junge?“
„Ephraim.“
„Was für ein passender Name! Ja, Israel wird wieder fruchtbar sein. Lehrt ihn, die Thora zu lieben.“
Ich lächelte, als ich diese Familie sah, die die Freiheit hatte, dem HERRN zu gehorchen. Sie brauchten sich nun nicht mehr zu verstecken oder Angst vor den Soldaten zu haben.
Wir halfen mehreren anderen Familien in der Stadt und verbrachten einen richtigen Schabbat mit ihnen, bevor wir in eine andere Stadt weiterzogen.
Wie aufregend und schön, sich mit anderen Hebräern offen in der Stadt treffen zu können und die Torah Abschnitte gemeinsam zu studieren. Aber schon bald musste ich wieder die Esel beladen, um nach Ber-zetha zu reisen.
FORTSETZUNG FOLGT … Teil 4 von 8
Aufgaben:
Durchsucht euer Haus nach allem, was heidnisch ist, so wie Jonathan und seine Brüder es taten. Wir wollen ein sauberes Haus vor dem HERRN haben.
Entwerft ein positives Plakat, das die Menschen ermutigt, die Thora zu befolgen. Vielleicht
magst du die Segnungen des Gehorsams mit einbeziehen.
©2010 von Heidi Cooper www.torahfamilyliving.com

einfach gesegnet und reich beschenkt
