5 Minutenandacht -ein Erfahrungsbericht
Mir war es wichtig, meine Kinder so früh wie möglich mit Gottes Wort bekannt zu machen und ihnen anzugewöhnen, dass Gott einen festen Platz in unserem Alltag hat. Hier erzähle ich dir von den Anfängen in unserer Andachtszeit und dem Ablauf unserer 5-minütigen Andachtszeit.
Wie alles begann:
Als mein Großer noch ganz klein war, etwa 1,5 Jahre alt, wollte ich ihm unbedingt schon mit dem Wort Gottes bekannt machen und ihm angewöhnen, dass die Zeit mit Gott einen festen Platz in unserem Alltag haben soll.
Wir begannen unser Abenteuer, ich habe verschiedenes versucht und was sich dann etabliert hat, möchte ich dir im Folgenden vorstellen. Die Andachtszeit war etwa 5 Minuten, um ihn nicht zu überfordern und seine Konzentrationsspanne bestmöglich zu nutzen, mit zunehmendem Alter haben wir das dann entsprechend ausgebaut.
Unser Ablauf war dabei wie folgt:
Räucherwerk
Lied
Gebet
Kernaussage / Impuls
Gebet
Vertiefendes/ Weiterführendes
Räucherwerk
Wir zündeten zu Beginn eine Kerze unter unserem “Räucherwerk”.
Der Grund für das Räucherwerk war: Es war ein besonderer Duft, der nur für die Zeit der Andacht bestimmt war. Hier hatten wir speziell das Bild des Priesterdienstes vor Augen. Wenn die Priester damals das Morgen oder Abendopfer gebracht haben, gab es auch diesen einen speziellen Geruch. Natürlich sind wir nicht in dieser Weise wie die Priester in ihrem Dienst damals, aber ich finde, es ist eine besondere Erinnerung.
Ich empfinde es als kostbar, mit den unterschiedlichsten Sinneseindrücken zu arbeiten.
Lied
In dieser Zeit habe ich mir oft ein Thema für eine Woche vorgenommen, das wir uns gemeinsam angesehen haben. Jeden Tag haben wir zum Thema passend ein Lied gesungen.
Gebet
Wir haben Gott für die Zeit gedankt und ihn gebeten, zu uns zu sprechen.
Bibelvers
Einen Bibelvers haben wir später eingeführt und ich habe, dem Thema entsprechend, einen Vers pro Woche in die Familie hineingebracht. Als der Wortschatz meines Großen schon entsprechend war, haben wir ihn gemeinsam auswendig gelernt. Mit entsprechenden Bewegungen hat es uns am meisten Spaß gemacht. Dazu gab es auch ein passendes Bild, auf das jeden Tag, nach der Andacht, einen kleinen Klebepunkt geklebt wurde.
Kernaussage / Impuls
Wie schon gesagt, hatten wir eine Zeit lang ein Wochenthema, das wir an jedem Tag etwas anders beleuchtet oder eine andere Facette uns angesehen haben.
Ein Satz reichte hier aus.
Gebet
Abschließend haben wir noch ein Gebet für den Tag gesprochen.
Vertiefendes/ Weiterführendes
Oft haben wir die Zeit nach der Andacht als “Lernzeit” genutzt, in der wir das Thema nochmals praktisch angesehen haben. Sprich, wenn wir über Gott als Quelle sprachen, haben wir uns eine Quelle angeschaut, eine Quelle mit der Brause Unterwasser entstehen lassen usw.
Oder wir haben gemeinsam ein Bild gemalt.
Zusammenfassend
Es war eine wunderbare und wertvolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich konnte in dieser Zeit wachsen und unseren ältesten Sohn auf besondere Weise kennenlernen und prägen.
Als seine Schwester dazu kam, haben wir einige Anpassungen vorgenommen und unsere Andachtszeit hat sich mit jedem Kind ein wenig entwickelt und verändert.
Ich schaffe es leider nicht jeden Tag, die Andacht so zu gestalten, wie ich es mir wünsche, aber über mich darin, barmherzig mit mir zu sein.
Ich wünsche mir, dass du einige gute Ideen und Anregungen daraus mitnehmen kannst.
Schau dir gerne auch unsere Themen im Downloadbereich an.
Viel Freude und Gelingen bei eurer Andachtszeit.

einfach gesegnet und reich beschenkt
